Dieter Müller wurde jetzt auf dem Walk of Fame des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verewigt. Volkswagen AG

Kennen Sie noch Dieter Müller? Der Ex-Fußball-Nationalspieler stand im Finale der Fußball-Europameisterschaft 1976. Das war das irre Finale in Belgrad, in dem Uli Hoeneß seinen legendären Elfmeter verschoss. Nun, Dieter Müller wird jetzt für immer ein Berliner sein. Die Kicker-Legende hat hier seine Fußstapfen hinterlassen, auf dem Walk of Fame des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Der DFB-Pokal „Walk of Fame“ ist um zwei prominente, in Bronze gegossene Fußabdrücke reicher: Dieter Müller, 1977 und 1978 Pokalsieger mit dem 1. FC Köln, ist in die Riege der bisherigen historischen DFB- Pokalhelden aufgenommen worden. Die Bodenplatte mit den in Bronze gegossenen Fußabdrücken des früheren Nationalspielers ist künftig am Berliner Olympiastadion zu sehen.

Die Fußabdrücke Müllers sind von Bildhauer Lennart Frank gestaltet worden. Er stattete dem in Offenbach lebenden 68-Jährigen einen Besuch ab, um die benötigten Fußabdrücke zu nehmen, im Wohnzimmer! „Die Ehrung von Volkswagen ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich bin sehr stolz, neben Torjäger Gerd Müller, gegen den ich damals selbst noch gespielt habe, auf dem Walk of Fame am Olympiastadion verewigt zu werden“, kommentierte Dieter Müller das Ereignis.

Dieter Müller neben Torjäger Gerd Müller

Der DFB-Pokal „Walk of Fame“ wurde 2013/14 anlässlich der 70. Austragung des DFB- Pokals von DFB und Volkswagen am Berliner Olympiastadion ins Leben gerufen.

Volkswagen ist bekanntlich offizieller Partner des Wettbewerbs. Jahr für Jahr werden zwei Spieler aufgenommen: ein historischer Pokalheld sowie der beste Spieler des zurückliegenden Wettbewerbs. Feldspieler werden mit ihren Fuß-, Torhüter mit ihren Handabdrücken an dem Memorandum verewigt. Weitere Infos zum DFB-Pokal „Walk of Fame“, dazu eine Übersicht der bisherigen DFB-Pokalhelden, gibt es hier.

Ex-Nationalspieler Dieter Müller, der neben seinen Profi-Stationen in Offenbach, Köln, Stuttgart und Saarbrücken auch im Ausland für die Grasshoppers Zürich und Girondins Bordeaux kickte, blickt auf eine Karriere reich an Höhepunkten und Titeln zurück, hieß es. Er ist deutscher Meister, zweimaliger französischer Meister, zweimaliger DFB-Pokalsieger, Bundesliga-Torschützenkönig und stand im Finale der Fußball- Europameisterschaft 1976.

Dieter Müller schrieb DFB-Pokalgeschichte

Viele Fans verbinden seinen Namen besonders mit dem DFB-Pokal, zu dem auch Müller eine spezielle Beziehung pflegt: „Der Pokal hat, wie man so schön sagt, seine eigenen Gesetze. Ich selbst stand dreimal im Pokalfinale und konnte zwei davon mit Köln gewinnen. Daher habe ich natürlich auch immer gern im Pokal gespielt – und konnte meine ganz eigene Geschichte schreiben.“

Legendär ist die Pokalsaison 1976/77: Es war die letzte Saison, in der es im Finale bei Gleichstand kein Elfmeterschießen gab. So kam es nach einem 1:1, bei dem Müller das Tor für Köln erzielte, gegen die Berliner Hertha zum einzigen Wiederholungsfinale in der Geschichte des DFB-Pokals. Das entschied dann der 1. FC Köln mit 1:0 für sich – wieder durch ein Tor von Dieter Müller.

Er: „Die Saison war außergewöhnlich für mich. Nicht nur wegen der 14 Treffer im DFB-Pokal. In der Bundesliga gelangen mir 34 Tore. Das Pokalfinale ist dann eine eigene Geschichte für sich. Meine Tore in den beiden Partien bescheren mir nun wohl einen Rekord für die Ewigkeit, auf den ich sehr stolz bin. Alles in allem ein sehr erfolgreiches Jahr meiner Karriere.“

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So schrieb Müller mit dem 1. FC Köln DFB-Pokalgeschichte und wird nun verdientermaßen in die Reihe der historischen Pokalhelden in den DFB-Pokal „Walk of Fame“ aufgenommen.