Berlin: Klimaschutzdemonstranten der Gruppe Letzte Generation sitzen an der Ausfahrt Halenseestraße der Stadtautobahn. Mehrere Aktivisten haben sich mit den Händen auf der Fahrbahn festgeklebt. dpa/Paul Zinken

Sie haben es schon wieder getan: Klimaschützer blockierten auch am Dienstagmorgen wichtige Verkehrsadern in Berlin. Dieses Mal gab es wenig Verständnis für die Guerilla-Aktionen.

Bei den erneuten Blockaden von Autobahnausfahrten durch Klimaschutzdemonstranten in Berlin ist es offenbar wieder zu aggressiven und problematischen Vorfällen gekommen. Die Gruppe Letzte Generation postete am Dienstag ein Video, in dem zu sehen ist, wie ein Autofahrer mit seinem Wagen langsam eine Demonstrantin wegschiebt.

Die Frau geht erst rückwärts und legt sich dann auf die Motorhaube des Autos. Der Fahrer ruft, er habe einen Termin, die Demonstrantin schreit zurück. Wie die Situation ausging, ist nicht zu sehen. Am Montag wurden Fotos im Internet veröffentlicht, auf denen Blockierer weggeschoben oder mit Wasser bespritzt werden. Ähnliche Vorfälle hatte es schon im Januar und Februar bei zahlreichen Sitzblockaden gegeben.

Am Dienstagmorgen ab etwa 8.00 Uhr blockierten Demonstranten wie schon am Montag nach und nach etwa zehn Ausfahrten der Berliner Stadtautobahn im Westen und Süden der Stadt und forderten Maßnahmen gegen den Klimawandel. Laut Polizei waren es jeweils etwa sieben bis zehn Menschen, die sich auf die Straße setzten.

180 Polizisten im Einsatz gegen die Klimaschützer

Teilweise klebten sich die Demonstranten auf der Straße fest, entsprechend dauerten die Blockaden länger. Gegen 10.00 Uhr waren noch nicht alle Ausfahrten wieder frei. Die Polizei leitete Fahrzeuge über den Gehweg. Auf der Autobahn kam es im Berufsverkehr zu Staus. 180 Polizisten waren im Einsatz.

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Erst am Montag hatte es an zahlreichen Stellen kurzzeitig Blockaden gegeben. Wie viele Blockierer dabei festgenommen wurden, war am Dienstag zunächst noch nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei betrafen die Aktionen neun Ausfahrten oder nahe gelegene Kreuzungen, die Demonstranten meldeten elf Stellen. Jeweils habe sich eine einstellige Zahl von Demonstranten beteiligt. Bei Twitter veröffentlichte die Gruppe Letzte Generation Fotos, die zeigten, wie Blockierer mit Transparenten im Regen auf der Straße sitzen. Es kam auch am Montag zu Staus, die Polizei war stundenlang im Einsatz.