Es war nur eine Frage der Zeit, wann der erste Gefangene im Berliner Strafvollzug infiziert ist. Nun gibt es einen Corona-Fall in der Jugendstrafanstalt. Foto: Imago/Images/Thomas Köhler

Der Berliner Strafvollzug hat seinen ersten Corona-Fall. Wie die Justizverwaltung mitteilte, sei ein 19-jähriger Mann in der Nacht zu Freitag von der Polizei der  Jugendstrafanstalt zugeführt worden. Dort sollte er in der Untersuchungshaft untergebracht werden. Wie bei Neuzugängen üblich sei er zunächst in die „Präventivisolation“ gekommen und dort auf das Covid-19-Virus getestet worden, teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung mit. Dieser Test sei positiv ausgefallen.

Der junge Mann, der bisher keine Symptome zeigt, wurde auf die Quarantänestation verlegt. Ärzte der Jugendstrafanstalt kümmern sich nun um seine medizinische Versorgung. Sollte eine Betreuung auf einer Intensivstation notwendig sein, werde der Untersuchungsgefangene in ein Krankenhaus verlegt. Die Mitarbeiter der Einrichtung, die mit dem 19-Jährigen Kontakt hatten, hätten sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Auch der mutmaßliche Mittäter des 19-Jährigen sei isoliert worden. Der Test bei seiner Einlieferung sei allerdings negativ gewesen. Auch er zeige keine Symptome.

Die Jugendstrafanstalt ist derzeit zu 62 Prozent belegt. 224 junge Männer befinden sich dort, davon sitzen 72 in Untersuchungshaft. Die Strafanstalt hat einen eigenen Pandemiestab.