Im Potsdamer Bergmann-Klinikum gibt es wieder einen Corona-Ausbruch. dpa/Fabian Sommer

Von einem erneuten Corona-Ausbruch in Potsdams größtem Krankenhaus „Ernst von Bergmann“ sind 17 Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende betroffen. Das teile das Krankenhaus am Montag mit.

Im Potsdamer Bergmann-Klinikum herrscht jetzt Besuchsverbot

Ein Ausbruch könne erst als beendet erklärt werden, wenn innerhalb der letzten sieben Tage keine weiteren positiven Covid-Nachweise aufgetreten seien. Die positiv getesteten Patientinnen und Patienten seien auf die Covid-Station des Klinikums verlegt worden.

Zudem wurden routinemäßig weitere Maßnahmen wie ein Besuchsverbot für die Station, Aufnahmestopp und engmaschige Kontrolltests veranlasst. Ausbrüche seien in der aktuellen Pandemie-Situation Teil des neuen Alltags von Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern. „Entscheidend ist, diese frühzeitig zu erkennen, die Ursache zu ermitteln, abzustellen und somit schnellstmöglich zu beenden“, hieß es.

Bereits im März 2020 gab es einen Corona-Ausbruch im Bergmann-Klinikum

Im Bergmann-Klinikum hatten sich zu Beginn der Pandemie im März 2020 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Von Ende Januar bis Ende April waren 140 Patienten und 208 Mitarbeiter positiv getestet worden. 47 Corona-Patienten starben.

Lesen Sie auch: Corona-Ausbruch: Hygiene-Missstände in Bergmann-Klinik waren Grund >>

Nach einer Untersuchung hatten Experten des Robert-Koch-Instituts unter anderem kritisiert, dass Umzüge ganzer Stationen die Virusübertragung begünstigt haben könnten. Die städtische Klinik hatte damals eine neue Leitung bekommen, die dann ein anderes Sicherheitskonzept einführte. Ermittlungen gegen die frühere Geschäftsführung und gegen Klinik-Ärzte wurden im August eingestellt.