Polizeieinsatz (Symbolbild) imago

Die Polizei hat die Identität eines Mannes geklärt, der auf einer großen Corona-Protestdemonstration in Berlin im vergangenen November einen Polizisten umgeworfen und auf ihn eingetreten haben soll. Das teilten die Beamten am Dienstag mit. Mehrere Hinweise von Zeugen hätten die Ermittler auf die Spur des 37-Jährigen gebracht. Seit Freitag vergangener Woche fahndete die Polizei öffentlich mit Fotos nach ihm.

Während der Demonstration mit rund 9000 Teilnehmern war es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. 33 Polizisten wurden verletzt, 365 Menschen in der Folge vorläufig festgenommen. Nach Verstößen gegen die Corona-Auflagen löste die Polizei die Demonstration schließlich nach und nach mit Wasserwerfern auf.

Der Verdächtige soll am 18. November 2020 gegen 13.15 Uhr in der Ebertstraße in Berlin-Mitte aus einer gewalttätigen Menge heraus einen Polizisten erst zu Fall gebracht und dann auf diesen eingetreten haben.  Anschließend soll der Mann versucht haben, den Beamten in die gewalttätige Menschenmenge hinter sich zu ziehen. Erst als Verstärkung anrückte, ließ der Unbekannte vom Beamten ab.

Der Vorfall ereignete sich, nachdem eine Versammlung bereits beendet worden war und die Polizei versuchte, die Ebertstraße zu räumen, da sich die Demonstranten weigerten, die Fahrbahn zu verlassen. Die Personen reagierten auf die Anweisungen der Polizei nicht, sodass die Einsatzkräfte diese durch Schieben und Drücken von der Fahrbahn entfernen mussten. Hierbei war es zu gewalttätigen Attacken auf die eingesetzten Polizisten gekommen.