Flammen lodern beim Waldbrand im ehemaligen Truppenübungsplatz.
Flammen lodern beim Waldbrand im ehemaligen Truppenübungsplatz. Christian Guttmann/Brandenburg News 24/dpa

An Tag fünf des Brandes endlich Entwarnung: Die Lage in dem mit Munition belasteten Waldbrandgebiet in der Lieberoser Heide hat sich am Freitag deutlich entspannt. „Die Flammen sind aus“, berichtete der Landkreis Dahme-Spreewald. Auch der Regen am Donnerstagabend brachte Entlastung für die vielen Feuerwehrleute, die seit Montag im Dauereinsatz sind.

Kleine Glutnester im Moor

Eine weitere Ausbreitung des Brandes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz werde nicht erwartet, teilte der Kreis mit. Zwar sei nach den neuesten Messflügen eine Fläche von 90 Hektar betroffen. Aber es gebe keine Flammen mehr. Kleine Glutnester im Moor seien jedoch weiter aktiv.

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Hubschrauber der Bundespolizei und Bundeswehr waren seit Tagen in der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus im Einsatz. Auch Drohnen suchten nach den Glutnestern im Boden.

Ehemals größter Truppenübungsplatz der DDR

Die Arbeit für die Einsatzkräfte wurde erschwert, da das Gelände stark mit Munition belastet ist und nicht betreten werden kann. Die Altlasten verrotten seit Jahrzehnten im Boden, bleiben aber trotz ihres Alters gefährlich. Mit rund 27 000 Hektar war die Lieberoser Heide in der Niederlausitz einer der größten Truppenübungsplätze der DDR.

Die Feuerwehr will  am Freitag und Samstag Wege befestigen und ausbauen - um im Falle eines neuen Aufflammens schnell mit Geräten und Fahrzeugen an die betroffenen Gebiete heranzukommen.

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Am Freitag sollte die Brandbekämpfung vom Boden aus erfolgen. Während der Löscharbeiten der vergangenen Tage habe die Feuerwehr 3000 bis 4000 Liter Wasser pro Minute in das Gebiet gepumpt - so viel wie noch bei keinem Waldbrand vorher, teilte er Landkreis mit. Wiederholt loderten in früheren Jahren auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz große Feuer.

Am Freitag galt für Brandenburg die Waldbrandgefahrenstufe eins von insgesamt fünf Stufen. Das bedeutet eine sehr geringe Gefahr. An den Tagen zuvor herrschte für den Landkreis Dahme-Spreewald die Stufe vier.