Die Spreeufer sollen von der neuen Brücke aus bequemer erreichbar sein. Arup/COBE, SenUVK

Jetzt gibt es schon mal einen Entwurf: Eine Jury hat aus zehn Wettbewerbsplänen ausgewählt, wie die künftige Mühlendammbrücke über die Spree aussehen soll. Gewonnen hat der Beitrag  des Berliner Ingenieurbüros Arup Deutschland  und der Architekten von COBE A/S aus Kopenhagen.

Es ist vorgesehen, dass es statt drei nur noch zwei Fahrspuren pro Richtung für Kraftfahrzeuge geben soll, dafür in der Mitte zwei Straßenbahngleise. Irgendwann sollen dort Straßenbahnen in Richtung Potsdamer Platz und Hallesches Tor unterwegs sein.

In einer zweiten Phase kann es sogar nur noch eine echte Fahrspur pro Richtung geben, um mehr Platz für Radler und Fußgänger zu schaffen.  

Breite Fuß- und Radwege auf jeder Seite, zunächst zwei Fahrspuren pro Richtung und Straßenbahngleise in der Mitte: So sieht der Gewinnerentwurf für die neue Mühlendammbrücke aus. Arup/COBE, SenUVK

Fertig sein soll das neue Bauwerk im Jahr 2028 sein, mit allem drum und dran 46,5 Millionen Euro kosten. Das wird für die Bauleute und Verkehrsplaner eine Herausforderung, weil der möglicherweise 2023 beginnende Abriss und Neubau ohne Unterbrechung des Verkehrs bewältigt werden soll.

Dabei geht es nicht nur um den Verkehrsweg, sondern um die verschiedensten Leitungen, die neu verknüpft werden müssen.

In dieser Zeit soll sie gut 60.000 Fahrzeuge pro Tag bewältigen, nach den letzten Zählungen waren es an die 73.000 Autos und 2500 Lastwagen pro Werktag.

Die gegenwärtige, insgesamt 116 Meter lange und 45 Meter breite  Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1968 ist morsch, ihr Stahl rostanfällig. 2019 musste die Zahl der verfügbaren Spuren bereits verringert werden, zwischenzeitlich wurden immer neue Schäden entdeckt.