In Brandenburg gibt es viele Thermen. Auch sie müssen in der Energiekrise umdenken.
In Brandenburg gibt es viele Thermen. Auch sie müssen in der Energiekrise umdenken. dpa/Soeren Stache

In der Energiekrise sind in diesem Winter alle zum Sparen aufgerufen. Besonders effizient wären Sparmaßnahmen in Branchen, die viel Energie verbrauchen. Dazu zählen auch Thermen und Schwimmbäder, die viel Energie für Wärme aufwenden. In Brandenburg versucht man trotz allem, große Einschränkungen für Besucher durch die Energiekrise vermeiden. Zehn Thermen- und Saunabetriebe teilten auf Anfrage mit, dass sie zunächst keine Schließungen und allenfalls geringfügige Änderungen der Öffnungszeiten planten.

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Thermen in der Energiekrise: Das planen Brandenburger Bäder

Die Turm Erlebniscity Oranienburg öffnet beispielsweise sechs ihrer Saunen normal, nur eine werde in Abhängigkeit von der Besucherzahl geöffnet, wie ein Sprecher sagte. Die erhöhten Energiekosten sollen abgefangen werden, indem die Temperaturen in allen Bereichen gesenkt würden, auch in den Saunakabinen, teilte ein Sprecher der Stadtwerke Potsdam mit.

Preissteigerungen seien vielerorts nicht geplant und „wären erst das allerletzte Mittel, sollte die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens massiv gefährdet sein“, teilte ein Sprecher des Freizeitparks Tropical Islands in Krausnick mit. Ein Erwachsener zahlt dort in der Woche 47 Euro Eintritt, die Saunalandschaft kostet 14 Euro zusätzlich.

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Langfristig ist jedoch damit zu rechnen, dass Besucher mehr zahlen müssten, wie mehrere Thermen mitteilten. Die Naturtherme Templin etwa hatte ihre Preise bereits zum 1. Oktober angehoben. Auch die Havel-Therme rechnet mit Preisanpassungen von 2,50 Euro auf die Tarife für Thermen- und Saunabenutzung. So werde dort die Tageskarte für einen Erwachsenen künftig 35 Euro statt 32,50 Euro kosten. In Berlin hatten in den vergangenen Wochen einige öffentliche Saunen den Betrieb vorerst eingestellt.