Gerlinde Jänicke ist bei 94,3 rs2 derzeit nicht zu hören. Der neue Programmchef hält offenbar an der Moderatorin noch fest.
Gerlinde Jänicke ist bei 94,3 rs2 derzeit nicht zu hören. Der neue Programmchef hält offenbar an der Moderatorin noch fest. Imago/Eibner

Seit Tagen wurde gerätselt, warum Kult-Moderatorin Gerlinde Jänicke (49) nicht mehr am frühen Morgen bei dem Berliner Radiosender 94,3 rs2 zu hören ist. Bisher schwiegen alle Beteiligten. Doch nun meldete sich der neue Programm-Chef Jens Küffner (46) zu Wort. Und auch die Moderatorin brach ihr Schweigen.

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Küffner, der vom Sender ffn zu dem Berliner Radiosender wechselte – in einem Interview mit dem Branchen-Magazin DWDL.de nannte er die Gründe, warum Gerlinde Jänicke nicht mehr am Mikro ist. Einer der Gründe ist eine Reform des Senders, die dieser offenbar bitter nötig hat.

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„94,3 rs2 war immer ein stolze Marke“, sagt Küffner. Aber die guten Zeiten scheinen vorbei. „Aktuell befindet sich 94,3 rs2 im Sinkflug und erreicht derzeit 68.000 Hörer in der Durchschnittsstunde. Das ist sehr weit weg von dem, was sich Gesellschafter, Geschäftsführung und natürlich auch das Team wünschen und vorstellen.“ Und der neue Programmchef sagt: „Wichtig wird sein, dass wir die Marke neu denken, kräftig aufladen und im Markt strategisch klug verankern. Dazu zählt auch, dass wir alles auf den Prüfstand stellen.“

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Dazu gehört auch die Morgen-Show, die ein Herzstück des Senders ist und in der Regel für viele Hörer sorgt. Laut Küffner war das aber nicht mehr der Fall. Daher soll die Morgensendung, laut Medienberichten, nun mit dem einstigen BB Radio-Moderator Nick Sawatzki (49) aufgepeppt werden. Dazu kommt „Debbie“, die zuletzt den Nachmittag bei Radio Teddy moderierte. Gerlinde Jänickes bisheriger Co-Moderator Big Moe wird am Nachmittag zu hören sein.

Küffner sagt im Interview: „Manchmal ist man als Programmmacher gezwungen, Veränderungen vorzunehmen, obwohl man diese vermeiden möchte; ein andermal gibt man bewusst einen neuen Impuls ins Team und in den Markt. Am Ende bestimmen diese Prozesse maßgeblich die Hörer*innen aufgrund ihres Einschaltverhaltens. Wenn die Quote dauerhaft sinkt, gibt es immer Gründe. Ganz wichtig ist mir dabei: das hat nie etwas Persönliches, es ist immer rein strategisch.“

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Programm-Chef Jens Küffner
Programm-Chef Jens Küffner Radio ffn

Neuer Programm-Chef: „Gerlinde Jänicke ist Teil von 94,3 rs2“

Direkt auf Gerlinde Jänicke angesprochen sagt der neue Programm-Chef: „Veränderungsprozesse lösen zumeist Reaktionen aus. Für uns war entscheidend, in welchen Sendekonstellationen und mit welchen Inhalten wir 94,3 rs2 wieder Reichweitenwachstum zutrauen.“

Und dann erklärt er offiziell, dass die Kultmoderatorin künftig nicht mehr bei der Morgensendung dabei ist. „Solche Entscheidungen sind keine One-Man-Show, sondern werden mit breitem Konsens gemeinsam getroffen. Gerlinde ist Teil von 94,3 rs2, wenngleich nicht mehr in der Morgensendung. Ob es gelingt, mit ihr gemeinsam einen neuen Weg zu beschreiten, werden die kommenden Gespräche zeigen.“

Ob die Kult-Radiofrau eine neue, eigene Sendung bekommt – das werden die nächsten Tage zeigen. Bisher schwieg Gerlinde Jänicke zu den Ereignissen im Sender. Nach dem Interview des Programmchefs spricht aber nun auch sie zum ersten Mal. „Es ist wie in einer Beziehung“, sagte Jänicke auf Anfrage von RTL. „Wenn einer der Partner sich eine Veränderung wünscht, ist es wichtig, dass man im Gespräch bleibt miteinander und zusammen eine Lösung findet.“