Feuerwehrmänner im Rettungsdienst. Eine Spaltung in zwei Gehaltsgruppen ist nun vom Tisch. 
Feuerwehrmänner im Rettungsdienst. Eine Spaltung in zwei Gehaltsgruppen ist nun vom Tisch.  Benjamin Pritzkuleit

In Berlin bekommen auch Tarifbeschäftigte im Rettungsdienst der Feuerwehr künftig eine Zulage zusätzlich zum Gehalt. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Dezember und ist befristet bis Ende 2025, wie die Senatsverwaltung für Finanzen am Freitag mitteilte. Pro Monat sollen bis zu 450 Euro, maximal 5400 im Jahr, ausgezahlt werden, wie ein Sprecher der Finanzverwaltung erläuterte.

5 Euro pro Alarm Zulage für Retter der Feuerwehr 

Von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), der Berlin angehört, habe es für die entsprechende Initiative aus der Hauptstadt inzwischen die erforderliche Zustimmung gegeben. Zuvor war ein früherer Vorstoß gescheitert. Berlins Finanzsenator Daniel Wesener ging noch einmal in die Verhandlung, besserte nach. 

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Verbeamtete Rettungskräfte  erhalten schon seit  Ende 2022 eine Zulage. Sie erhalten ebenfalls mit Wirkung ab dem 1. Dezember einen Betrag von fünf Euro pro Alarmierung. Die Höhe der Pauschale für Tarifbeschäftigte entspricht den Angaben zufolge nach Berechnungen der Innenverwaltung dem Betrag, den beamtete Dienstkräfte durchschnittlich erzielen. Im Rettungsdienst arbeiten derzeit 110 Tarifbeschäftigte.

ARCHIV - Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt auf einer Straße. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild
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ARCHIV - Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt auf einer Straße. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild

Die neue Zulage galt zuerst nur für Beamte bei der Feuerwehr, die angestellten Kräfte waren vergessen worden. Dementsprechend sauer waren sie. Die Deutsche Feuerwehr Gewerkschaft hatte deshalb vor schweren Folgen für den Rettungsdienst gewarnt.  Sie berichtete von Abwanderungs-Plänen in andere Bundesländer, sollte sich für die Tarifbeschäftigten nichts ändern.

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Eine Spaltung in zwei Klassen Notfallsanitäter vermeidet der Senat nur mit der Nachbesserung. „Die Anerkennung der hohen Belastung und die Annäherung an eine gerechte Betrachtung, unabhängig vom Beschäftigungsverhältnis, ist ein starkes und richtungsweisendes Zeichen““, sagte DFeuG-Landeschef Lars Wieg am Freitag.

Betroffen von den Zusatzzahlungen sind etwa 170 Beschäftigte. Allein im  Berliner Rettungsdienst ist etwa ein Sechstel der Angestellten nicht verbeamtet. „Die Zulage ist eine Anerkennung der außerordentlichen Leistung und Belastung jener Mitarbeiter, die rund um die Uhr für Berlin im Einsatz sind, Menschen helfen und Leben retten“, so Innensenatorin Iris Spranger.