Elon Musk bekommt Gegenwind von Anwohnern, Naturschützern und von Behörden. AFP/Andersen

Er baut und baut und baut und baut: Schneller als Elon Musk seine Gigafactory in Grünheide bei Berlin errichtet, ist nur eine Kamera, die die Zeit rafft.

Ein interessantes Filmprojekt ist jetzt im Internet aufgetaucht. Das 24 Minuten lange Video dokumentiert im Zeitraffer die Bauarbeiten für die Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg.

Zu sehen sind buddelnde Bagger, wieselflinke Arbeiter, wilde Kran-Akrobatik und gnadenlose Flächenversiegelung. Und schwuppdiwupp, da, wo einmal dichter Wald stand, steht plötzlich eine Mega-Fabrik.

Baubeginn war im ersten Quartal 2020. Vorgesehen war, dass die Produktion im Juli 2021 mit dem Tesla Model Y aufgenommen werden sollte. Im April 2021 hieß es dann, dass sich der Produktionsstart auf Ende des Jahres verzögert. Jetzt behauptet Elon Musk, dass er im Dezember dieses Jahres loslegen werde.

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Der Auto- und Raketenunternehmer aus den USA bekommt Gegenwind

Aber der Auto- und Raketenunternehmer aus den USA bekommt Gegenwind. Von Naturschützern, Wasserfreunden, Anwohnern und von Behörden. Die müssen den ganzen Bau genehmigen, und momentan gibt es immer noch arge Bedenken, was einen möglichen Produktionsstart im Dezember dieses Jahres angeht. Erst muss die Online-Erörterung von Einwänden abgewartet werden, die noch bis zum 14. Oktober läuft, erklärte das Brandenburger Umweltministerium. Und Einwände gibt es nicht wenige, es sind 800, um genau zu sein.

Zwischenzeitlich kann Musk sich ja in Dauerschleife das oben genannte Video anschauen, dann hat er womöglich wenigstens das Gefühl, es würde schneller gehen.

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In der Gigafactory bei Berlin sollen bis zu 12.000 Beschäftigte im Drei-Schicht-Betrieb rund 500.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren.