Eine „Blume des Lebens“ hat ein Künstler in den Brandenburger Schnee gefräst, über dem die Sonne scheint. Foto: dpa/Patrick Pleul

Endlich mal wieder eine gute Nachricht: Die Sonne, sie meldet sich mit Kraft an diesem Wochenende zurück! Diplom-Meteorologe Dominik Jung (wetter.net) erinnert daran, dass sie im Januar um 30 Prozent weniger zu sehen war als nach dem langjährigen Klimamittel üblich. Auch im Februar hat sie sich bisher eher rargemacht. Doch nun schiebt sie die Schneewolken beiseite und versorgt uns das ganze Wochenende mit Licht und etwas Winterwärme. Die ist allerdings auch bitter nötig, denn sobald sie hinterm Horizont verschwunden ist, wird es eisig kalt. Auch am Tag sorgt Wind dafür, dass sich die Temperaturen noch kälter anfühlen, als das Thermometer anzeigt. „Wir liegen da zweitweise bei gefühlten -15°C und darunter“, so Wetterexperte Jung. Immerhin verspricht er Sonne satt: Sie scheint heute, am Sonnabend und Sonntag jeweils acht bis zehn Stunden.

„Am Wochenende heißt es warm anziehen, wenn man rausgeht, um das sonnige Winterwetter zu genießen“, verspricht Jung. In der Summe sind bis zum Sonntagabend je nach Region 25 bis knapp 30 Sonnenstunden drin. „Das ist mehr Sonne, als es an den meisten Orten in Deutschland im gesamten Januar 2021 gegeben hat“, erinnert der Sonnenexperte. „Das ist das bisher sonnigste Wochenende des Jahrs 2021.“ Und es bedeutet auch: Ein Extraschub Vitamin D, das unser Immunsystem dringend benötigt.

„Hoch Helida gibt an diesem Wochenende alles. Doch ab Montag kommen im Tagesverlauf Wolken auf und die bringen im Berliner Raum Schneefall, im Westen Deutschlands dagegen teils gefährlich gefrierenden Regen. „Der Boden ist oft noch gefroren und der Regen gefriert sofort auf ihm fest. Es könnte sich sogar eine Unwetterlage in Sachen Eisregen einstellen“, warnt Jung, der mit  erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnet.

Die mächtige Kaltluft ist wie die ungeliebte Schwiegermutter. Hat sie sich einmal bei uns breitgemacht, dann bekommt man sie kaum noch los“

Diplom-Meteorologe Dominik Jung

Danach deutet sich vom Westen her ein Wetterumschwung an: Ganz langsam sickert mildere Luft in Deutschland ein. Aber so wirklich rasant kann die sich nicht durchsetzen. „Die mächtige Kaltluft ist wie die ungeliebte Schwiegermutter. Hat sie sich einmal bei uns breitgemacht, dann bekommt man sie kaum noch los“, scherzt Diplom-Meteorologe Jung.

In unserer Region bleibt es vorerst bei Dauerfrost. Am Sonntag könnte die Null-Grad-Grenze örtlich erreicht werden, das ist aber zunächst der Gipfel der Gefühle. Erst ab Dienstag sehen die Wettermodelle die Möglichkeit, dass wir tagsüber wieder leicht in den Plus-Bereich geraten. Sicher ist das aber keineswegs. Etwas Neuschnee fällt am Montag und zur Wochenmitte, doch auch einen Nachschlag Sonne versprechen die Vorhersagen. Die Warmluft kämpft sich langsam zu uns heran, doch bis zum übernächsten Wochenende will der Frost im Nordosten nicht weichen. Ob der Bibberwinter sich dann noch einmal aufrafft oder auch in unserer Region dahinschmilzt – wir werden es sehen!