Hochsommerliche Temperaturen in Berlin. Das Thermometer in Tempelhof am Tempelhofer Damm zeigte um 17 Uhr noch 39 Grad an. www.imago-images.de / Andreas Friedrichs

Am Samstag wurde der bisher heißeste Tag des Jahres gemessen, doch in der Region Berlin-Brandenburg hat die Hitze-Spitze am Sonntagnachmittag offenbar einen historischen Allzeit-Rekord aufgestellt: Noch nie war es in einem Juni so heiß wie an diesem Tag. Die bisherigen historischen Temperaturrekorde aus dem Jahre 1992 in Brandenburg wurden während der Hundstage im Hochsommer gemessen, nämlich am 9. August, vor fast 30 Jahren wurden in Lübben-Blumenfelde 39,2 Grad gemessen, in Potsdam 39,1 Grad. Der heißeste Junitag der Region war bisher der 30. Juni 2019, mit 38,6 Grad in Berlin-Tegel und exakt derselben Temperatur in Coschen (Oder-Spree-Kreis). Nach letztem Stand wurde in Cottbus 39,2 Grad gemessen, dies ist sicher ein Juni-Rekord, möglicherweise ergeben Nachmessungen sogar, dass es seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen noch nie so heiß in der Region war.

Annähernd so heiß wie im Süden Brandenburgs wurde es in Teilen Südwestdeutschlands sowie im Dresdner Raum. Doch im Verlaufe des Nachmittags bildeten sich bereits die ersten Hitzegewitter, so im Westen und Norden Berlins. Auf der Seite Lightningmaps können Sie in Echtzeit nachverfolgen, wo sich Gewitterzellen bilden und Blitze einschlagen. >>> Im Laufe der Nacht werden die Temperaturen massiv sinken und am Montag nicht einmal mehr 20 Grad erreichen – ein massiver Temperatursturz um mehr als 20 Grad!

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Das hochsommerliche Wetter trieb viele Menschen am Samstag an Seen oder ins Freibad. Mit 37,1 Grad wurden nach DWD-Angaben am späten Nachmittag die höchsten Werte an den Messstationen Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein (Baden-Württemberg) und in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) registriert. Wegen der starken Hitze bei gleichzeitig ausbleibendem Regen herrscht in einigen Teilen Deutschlands nach wie vor hohe Waldbrandgefahr.

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Nicht überall in Deutschland droht Hitze

Doch nicht überall und nicht ganztägig droht am Sonntag das Hitzechaos. Nach einem heißen Start in den Tag dürften laut Vorhersage ab dem Nachmittag vor allem über der Mitte, im südwestdeutschen Bergland sowie an den Alpen vermehrt Wolken aufquellen. Es kann örtlich kräftige Gewitter und Unwetter geben.

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Sommeranfang am 21. Juli wird weniger heiß

Der astronomische und auch kalendarische Sommerbeginn ist am Dienstag (21. Juni). Dann erreicht die Sonne ihren nördlichsten Punkt über der Erde und am Mittag ihren höchsten Stand des Jahres. An diesem ersten Sommertag dürfte es laut Vorhersage vor allem im Süden und Südwesten Quellwolken und örtlich Schauer und Gewitter geben. In der Nordhälfte wird es wahrscheinlich 22 bis 28 Grad warm, an den Küsten bleibt es etwas kühler. Nach Süden hin wird es zum Teil wohl nochmals heiß mit 27 bis 33 Grad.