Ein Rettungswagen der Berliner Feuerwehr. Foto: imago-images

Etwa ein Drittel der Berliner Feuerwehrleute sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft. Bis Freitag seien 2368 Einsatzkräfte entweder mit dem Impfstoff von Biontech oder Astrazeneca geimpft worden, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein dem Berliner KURIER. Von diesen hätten 1319 Dienstkräfte ihre Zweitimpfung erhalten.

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen laut Kirstein die Notfallsanitäter, von denen der größte Teil die  Impfung erhalten hat. „Wir impfen auch die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen und privaten Krankentransportfirmen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Von diesen hätten bis Freitag 920 Mitarbeiter ihre Erst- und 549 ihre Zweitimpfung erhalten.

Gefahr durch gefährliche Erreger wie etwa Krankenhauskeime

Die relativ hohe Impfquote erklärte Kirstein damit, dass die Mitarbeiter im Rettungsdienst schon immer hoch sensibilisiert gewesen seien. Denn auch ohne Corona drohe ihnen im alltäglichen Dienst Gefahr durch gefährliche Erreger wie etwa Krankenhauskeimen oder Meningitis.

Drei Mitarbeiter waren am Freitag mit dem Virus infiziert, 14 befinden sich derzeit in Isolation.

Bei der Berliner Polizei sollen die Impfungen Anfang der kommenden Woche beginnen. „Wir vergeben jetzt die entsprechenden Impfcodes“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag - kurz, nachdem der Gesamtpersonalrat seine Zustimmung erteilt hatte. „Wie es dann weitergeht, das hängt auch von den Abläufen im Impfzentrum in Tegel ab.“

37 Beschäftigte mit Corona infiziert

Anfang der Woche hatte die Senatsinnenverwaltung mitgeteilt, dass die Polizei 24.000 Impfdosen erhält. Zunächst bekommen Mitarbeiter mit intensivem Bürgerkontakt und damit verbundenem hohen Infektionsrisiko sowie jene mit einer Risikoerkrankung ein Impfangebot.

In der 24.000-Mitarbeiter-Behörde waren am Donnerstag 37 Beschäftigte mit Corona infiziert, für 42 galt ärztlich angeordnete und für 55 vorsorgliche Quarantäne.

Die Gewerkschaft der Polizei forderte, dass auch Beschäftigte des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten sowie des Landeseinwohneramtes (LEA) Impfungen erhalten. Allein beim LEA hätten im vergangenen Quartal fast 90.000 Kunden vorgesprochen.