FDP-Chef Sebastian Czaja fordert trotz Corona die Öffnung der Außengastronomie ab dem 22. März.   Foto: dpa/Annette Riedl

Berlin hat die Beschlüsse, auf den sich die Bundesländer zusammen mit Kanzlerin Merkel geeinigt haben, weitgehend übernommen, bis auf einen Punkt: Den, der die  Außengastronomen und somit auch die Biergärten regelt. Kann die Außengastronomie laut Angela Merkel und den Ministerpräsidenten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 schon ab dem 22. März schrittweise und unter Auflagen öffnen, gibt es für Berlin noch keine Festlegung und somit noch keine Perspektive. 

Die Berliner FDP will das mit einem Dringlichkeitsantrag in der nächsten Sitzung des Abgeordnetenhauses ändern. Geht dieser Antrag durch, gelten für die Außengastronomie  in Berlin neue Regeln. Das heißt: Außengastronomie wäre ab dem 22. März in Bezirken mit einer Inzidenz von unter 100 schon möglich. Mit fester Terminbuchung und den Hygieneregeln versteht sich.  

„Die Berliner Gastronomie wird bundesweit massiv benachteiligt, wenn nicht die gleichen Öff-nungsmöglichkeiten im Außenbereich umgesetzt werden“, sagt Fraktionschef Sebastian Czaja dem KURIER. 

Die FDP bringt noch einen zweiten Eilantrag ein: Die Liberalen wollen damit das Click & Meet-Prinzip abschaffen. Geschäfte könnten, wenn dieser Antrag durchgeht, ohne Terminbuchung aufmachen.

Da die Liberalen keine Mehrheit im Parlament haben, ist unklar, ob der Antrag auch beschlossen wird.