Frühlingswetter in Berlin. Foto: Imago/Christian Spicker

Der Februar ist so gut wie vorbei - Zeit für eine Winterwetter-Bilanz: Die Hauptstadt war im zu Ende gehenden Winter das Bundesland, in dem es am wenigsten Niederschlag gab. Das geht aus der vorläufigen Bilanz für die Monate Dezember, Januar und Februar des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Mit rund 95 Litern pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge deutlich unter dem vieljährigen Mittel von 131 Litern je Quadratmeter. Dieser aus der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 berechnete Vergleichswert ermöglicht laut DWD eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.

Bei Sonnenstunden und der Durchschnittstemperatur lag Berlin in diesem Winter über den Soll-Werten. Rund 170 Stunden schien die Sonne - 23 Stunden mehr als der Sollwert. Mit einem Temperaturdurchschnitt von 1,9 Grad und damit 1,4 Grad über dem Wert der Referenzperiode war es deutlich zu warm.

Winter wieder zu warm 

Brandenburg war im aktuellen Winter das Bundesland, in dem es am zweitwenigsten Niederschlag gab. Mit rund 105 Litern pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge deutlich unter dem vieljährigen Mittel von 123 Litern je Quadratmeter. Bei Sonnenstunden und der Durchschnittstemperatur lag Brandenburg in diesem Winter über den Soll-Werten. Rund 175 Stunden schien die Sonne - 26 Stunden mehr als der Sollwert. Mit einem Temperaturdurchschnitt von 1,3 Grad und damit 1,2 Grad über dem Wert der Referenzperiode war es deutlich zu warm.

Die niedrigste Wintertemperatur wurde am 15. Februar 2021 mit -20,2 Grad in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) und Lübben-Blumenfelde (Dahme-Spreewald) gemessen.

Bereits zum zehnten Mal in Folge verzeichneten die Meteorologen auch bundesweit einen zu warmen Winter. Demnach lag der Temperaturdurchschnitt bei 1,8 Grad und damit um 1,6 Grad über dem Sollwert.