Der kleine Djeki aus dem Tierheim fand zwar ein neues Zuhause, trauerte aber um seinen ehemaligen Besitzer. In einem Brief auf Facebook schildert sein neues Frauchen die dramatische Situation. Fotos: Facebook

Es gibt immer wieder Tier-Schicksale, die Fans von Hunden und Katzen zu Tränen rühren – dieses hier ist eines davon. Unter Tier-Freunden sorgt seit Wochen ein Brief für Furore, der im Netz die Runde macht. Ein Brief, der im Namen eines kleinen Hündchens aus dem Berliner Tierheim geschrieben wurde. Doch was zunächst lustig klingt, ist dramatisch: Der kleine Djeki, um den es hier geht, ist tot – und in dem Brief wird seine unfassbar traurige Geschichte geschildert.

Hund aus dem Tierheim: Das Schicksal von Hündchen Djeki rührt zu Tränen

„Hallo, ich bin Djeki.. und meine Ersatzmama schreibt nun meinen Nachruf“, heißt es in dem Text, der im Netz seit ein paar Wochen die Runde macht – er sei „an meinen Besitzer gerichtet“, jenen Menschen, der Djeki als und krank bei den Tierschützern in Falkenberg abgab. „Im August 2020 brachtest Du mich ins Tierheim, meine Hinterbeine funktionierten nicht mehr. Die Pfleger gaben sich alle Mühe, doch alles an Futter verweigerte ich, also mussten sie mich mit Wurst und weiteren, besonderen Sachen am Leben halten.“

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Alle dachten, er leide an fortgeschrittener Demenz. „Ich schrie so laut ich konnte, immer und immer wieder…. Und weißt du warum? Ich hoffte, du hörst mich…. ich liebte euch so sehr.“ Die Pfleger hätten sich bemüht, ihm ein neues Zuhause zu schaffen – und im Oktober 2020 habe eine Dame von sehr weit weg ihn adoptiert – die Autorin des Briefes. „Meine Augen strahlten, es ging nach Hause. Doch schon im Auto spürte ich, es war die falsche Richtung, es war nicht nach Hause zu Dir“, heißt es im Brief, der im Namen des Hundes verfasst wurde.

„Ich schrie und schrie aus Leibeskräften, in der Hoffnung, du, mein geliebter Besitzer, hörst mich. Irgendwann schlief ich vor Erschöpfung ein - und als ich aufwachte, war ich in meinem neuen zu Hause.“ Er habe alles bekommen, was das Hundeherz begehrt – und sei dennoch durchgedreht vor Kummer. „Nach einigen Monaten spürte ich, dass diese Ersatzmama mich trotzdem liebt, obwohl ich alles ablehnte. Von da an gab ich ein wenig nach, ließ mich anfassen, ohne zu schreien und sogar auf den Arm nehmen, nur das  Zusammenzucken, wenn die Hand sich näherte, war tief in mir. So vergingen die Monate in denen ich hoffte und immer an dich dachte, nichts, aber auch gar nichts von all den schönen Dingen hier konnte mich davon abbringen.“

Am 30. Oktober hörte Djekis gebrochenes Herz auf zu schlagen

Doch am 30. Oktober habe sein gebrochenes Herz aufgehört zu schlagen – und die neue Ersatzmama habe versprochen, diese Zeilen an den ehemaligen Besitzer zu schreiben. „Ich habe dich geliebt,  mehr als alles schöne auf der Welt… du hast mich im Stich gelassen und trotzdem konnte ich dich nicht vergessen. Bitte schaff Dir nie mehr im Leben ein Tier an. Wir leben und fühlen wie ihr Menschen, leider ohne Sprache, sonst hätte ich meiner Ersatzmama vieles erklären können und müsste sie nun nicht so unendlich traurig zurücklassen.“

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Der Brief schließt mit einer Notiz der Frau, die dem kleinen Djeki ein neues Zuhause gab. „Er suchte so sehr die Nähe, doch in den ersten Monaten waren längere Berührungen für ihn die Hölle, er schrie sofort, wehrte sich und biss um sich…. was sich nach einigen Monaten legte. Es hat so lange gedauert bis er sein weiches Körbchen annehmen konnte und sogar liebte. Bei Spaziergängen sei Djeki nur auf Ausschau nach Menschen gewesen. „Und wenn diese eine gewisse Nähe zu uns erreichten, sah man seine entsetzliche Enttäuschung.“ Die Trauer, seinen ehemaligen Besitzer verloren zu haben, sei immer geblieben.