Eine S-Bahn in Schöneweide hat einen Mann am Kopf erfasst.
Eine S-Bahn in Schöneweide hat einen Mann am Kopf erfasst. Morris Pudwell

Es müssen schreckliche Momente gewesen sein, die eine Frau mit ihrem kleinen Kind in der Nacht zu Sonntag durchgemacht haben muss – und wohl noch immer durchmacht. Sie mussten dabei zusehen, wie der Vater des Kindes von einer S-Bahn erfasst wurde, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt und ins Krankenhaus gebracht wurde. Und das Bangen um ihn ist noch nicht vorbei.

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Drama in Schöneweide: Mann von S-Bahn erfasst

Das Drama ereignete sich in der Nacht zu Sonntag gegen 1.15 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen war die junge Familie im Bereich der Oberspreestraße in Schöneweide unterwegs, wo die S-Bahn noch ebenerdig die Fahrbahn kreuzt. Die Mutter schob das Kind im Kinderwagen vor sich her, der Vater, der zum Zeitpunkt des Unfalls alkoholisiert gewesen sein soll, fiel aus bislang ungeklärter Ursache zurück.

Rettungskräfte versorgten den schwer verletzten Mann.
Rettungskräfte versorgten den schwer verletzten Mann. Morris Pudwell

Während Mutter und Kind es daher noch vor der Schließung der Schranke über den Bahnübergang – hier verkehrt die Linie S47 – schafften, musste der Vater warten. Doch dazu fehlte ihm offenbar die Geduld und er wurde leichtsinnig. Wie Zeugen berichten, kletterte der Mann unter lautem Protest der Mutter unter der Fußgängerschranke hindurch, geriet dabei aber ins Taumeln. Genau in diesem Moment kam die S-Bahn herangerauscht und erfasste den Mann trotz eingeleiteter Notbremsung am Kopf.

Drama in Schöneweide: Mann lebensgefährlich verletzt

Der Mann wurde dennoch heftig von dem Zug erwischt. Ersthelfer eilten sofort herbei, um dem Mann zu helfen. Als Fachleute heraneilten, musste er intubiert werden. Erst nach einer Stunde, war der Mann so stabilisiert, dass die Retter ihn ins Krankenhaus bringen konnten. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, die Verletzungen wurden von den Fachleuten als lebensgefährlich eingestuft. Wie sein aktueller Zustand ist, ist nicht bekannt.

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Die Tochter und die Mutter wurden auf der anderen Seite des Bahnübergangs von Rettern betreut. Sie standen sichtlich unter dem Eindruck des Geschehenen. Die Ermittlungen der genauen Umstände des Dramas hat die Polizei nun übernommen.