Mario Ruder übergibt den Scheck an Kolibri-Mitarbeiter Andreas Landgraf. Sabine Gudath

42,195 Kilometer in 4 Stunden und 53 Minuten, um einem Vater und seinem Kind zu helfen. Der Berliner Küchenunternehmer Mario Ruder hat bei seinem Spendenlauf beim Berliner Marathon 6800 Euro eingenommen. Das Geld wird nun an Hendric B. und seinen sechsjährigen Sohn Finn überwiesen. Wie im KURIER berichtet, sind der Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung und sein Kind fast zeitgleich schwer an Krebs erkrankt. Das hat bei der Familie nicht nur seelische Not, sondern auch existenzielle Sorgen ausgelöst.

Privat
 Finn und Hendric B. aus Treptow. Der 32-jährige Vater und sein sechsjähriger Sohn sind an Krebs erkrankt. 

Lesen Sie auch: Nach Corona-Infektion und Klinik: So geht es Schlager-Star Tony Marshall jetzt>>

„Das schlimme Schicksal von Hendric und Finn geht mir sehr nahe, da ich auch selbst eigene Kinder habe“, sagt Mario Ruder. Er hätte den Vater gern persönlich kennengelernt, statt ihm einfach nur das Geld zu überweisen. Doch das ist momentan leider nicht möglich.

„Der Gesundheitszustand von Finn hat sich leider verschlechtert und deshalb sind sein Vater Hendric und seine Mutter jetzt rund um die Uhr bei ihm im Krankenhaus“, berichtet Andreas Landgraf vom Berliner Verein Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland, der den symbolischen Scheck für die Familie aus Treptow gerade in Empfang nahm. 

Umso mehr brauchen der kleine Finn und seine Eltern nun Unterstützung. „Finns Vater ist seit einem halben Jahr wegen seiner eigenen Erkrankung arbeitsunfähig. Der Mutter kümmert sich momentan ausschließlich um ihren schwer kranken Sohn. Ihr bisheriges Leben ist plötzlich stehen geblieben, aber ihre laufenden Kosten gehen weiter“, betont Landgraf. Familie B. traf ein sehr harter doppelter Schicksalsschlag. Der 32-jährige Hendric B. ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und sein Sohn Finn an Leukämie.

Mario Ruder, Inhaber des Unternehmens „Küchen und Hausgeräte“ in Berlin und Hamburg, lief schon diverse Marathonstrecken im Aus- und Inland. Seinen traditionellen Spendenlauf beim Berlin-Marathon will er auch im kommenden Jahr wieder absolvieren. Auch Ruders Mitarbeiter und Geschäftspartner unterstützen sein soziales Laufprojekt finanziell.

Lesen Sie auch: Krankenhaus-Schock! Fans in großer Sorge um Queen Elizabeth II.>>

Er ist seit langem beim Verein Kolibri engagiert und besucht auch regelmäßig die Kinderonkologie des Helios-Klinikums Berlin-Buch. Er sagt: „Mich interessiert es, wie es den Kindern geht, und wenn ich helfen kann, dann mache ich das gern. Ich würde mich freuen, wenn das soziale Engagement in unserer Gesellschaft noch zunehmen würde.“