Die Temperaturen steigen bis an die 40-Grad-Marke - die Temperaturen machen uns gewaltig zu schaffen. Fotos: Imago/Michael Weber, Imago/Panthermedia

Das Wochenende war herrlich kühl, eine Wohltat nach den heißen Tagen der vergangenen Woche. Aber jetzt wird’s ernst mit dem Sommer: Schon am Montagmorgen erwartete auch die Berliner ein wolkenloser Himmel, die Sonne gab alles, was sie hatte. Die Auswirkungen lassen sich auf dem Thermometer begutachten. Doch das ist erst der Anfang! Laut Wetter-Experten könnte in dieser Woche – und es ist erst Mitte Juni – bereits die 40-Grad-Marke fallen!

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Der Osten kratzt in dieser Woche schon an der 40-Grad-Marke

Diese Temperaturen sind einfach extrem! Auch vor Berlin liegt eine Woche, die uns mit Sahara-Hitze jegliche Nerven rauben wird. Es wird heiß, es wird trocken – und es soll auch nachts kaum Temperaturen unter 22 Grad geben. „Gesundheitsschädlich ist das, was uns da in einigen Regionen im Verlauf dieser Woche erwartet. Die Höchstwerte klettern über die 35-Grad-Marke und kratzen besonders im Osten an der 40-Grad-Marke“, warnt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Für die aktuelle Jahreszeit sind das extrem hohe Werte. Die gibt es selbst im Hochsommer eher nur selten, in den vergangenen Jahren aber leider immer öfters.“

Bisher sei der Juni ist 3,5 Grad wärmer als im langjährigen Klimamittel – und da seien die Spitzenwerte, die uns diese Woche blühen, noch gar nicht einberechnet. „Diese Abweichung wird dadurch deutlich ansteigen und der Monat ist auf Rekordjagd“, sagt Jung. „Da heißt es in den kommenden Tagen viel trinken und am frühen Morgen gut lüften, um die Hitze zu überstehen.“ Am Donnerstag sollen dann sogar die Nächte tropisch werden, kündigt er an. „Das heißt, die Nachtwerte sinken nicht mehr unter 20 Grad. Das ist besonders in den großen Ballungsräumen der Fall. Nachts werden dort durch die aufgeheizten Gebäude und Straßen kaum noch Werte unter 22 bis 24 Grad gemessen werden. Das bedeutet ein ganz schönes Schwitzen.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Die Sahara-Hitze habe man schon seit Tagen auf dem Schirm gehabt, sagt er. „Damals, Anfang Juni, ist sie zunächst nach Südwesteuropa geschwappt, lag die ganze Zeit dort auf der Lauer. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis sie zu uns kommt. Und genau das passiert nun.“ Während am Montag noch 31 Grad gemessen werden sollen, steigen die Temperaturen laut Vorhersagen bis – und jetzt bitte festhalten – 38 Grad am Freitag! Erst am darauffolgenden Montag wird es etwas kühler – mit milden 32 Grad.

Bei diesem Wetter müsse man unbedingt viel trinken, auf Ausdauersportarten sollte man verzichten, rät Meteorologe Jung. „Für die Maskenpflicht ist das der Worst Case. Besonders in den Schulen mit Masken bei dieser Hitze macht keinen Spaß, das Gegenteil ist der Fall. Hier müssten schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden“, sagt er. Und macht wenig Hoffnung für die kommenden Wochen: „Das wird nicht die letzte Hitzewelle in diesem Sommer gewesen sein.“