Ob Erich Honecker (r., hier mit Michail Sergejewitsch Gorbatschow) über diese DDR-Witze gelacht hätte? Fotos: Imago/Gerhard Leber, Imago/Sommer

Endlich Wochenende! Dass vielen freie Tage winken, sorgt sowieso für gute Stimmung – aber noch besser ist es, einmal täglich herzhaft zu lachen! Gerade in diesen Zeiten hilft Humor gegen den Lockdown-Blues. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen: Herzhaftes Lachen lockert die Muskeln, setzt Glückshormone frei und löst angestaute Emotionen. Schon immer haben die Menschen gern gelacht – und sich deshalb Witze erzählt.

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Heute geht das ziemlich frei, doch zu DDR-Zeiten mussten die Späße über Honecker und den Sozialismus oft eher hinter vorgehaltener Hand ausgepackt werden. KURIER veröffentlichte in der Vergangenheit immer wieder Witze über Ossis, Wessis und die DDR - und immer wieder fragten unsere Leser nach mehr. Deshalb haben wir hier zehn neue DDR-Witze. Können Sie darüber lachen?


Am Ostseestrand gehen ein Pole, ein Ossi und ein Wessi spazieren. Plötzlich taucht eine Meerjungfrau auf. Sie verspricht jedem, dass er einen Wunsch frei hätte. Darauf sagt der Pole, dass er gerne für alle seine Landsleute reichlich Essen und natürlich für jeden ein schickes Auto haben möchte. Peng! Und so geschieht es. Der Ossi meint: „Essen haben wir alle genug, Klamotten haben alle reichlich, fast jeder besitzt ein Auto“. Er wünscht sich die Mauer zurück.  Peng! Und so geschieht es. Dann geht die Meerjungfrau zum Wessi. Der lehnt sich entspannt zurück und meint: „Die Polen klauen nicht mehr unsere Autos, die Ossis sind wieder hinter der Mauer... ich nehme einen Espresso.“


Der Parteichef von Suhl berichtet im Dezember im Politbüro, dass es in seinem Bezirk keine Kohlen mehr gibt. „Und was macht die Bevölkerung da?“ erkundigt sich Honecker. „Sie friert!“ – „Es ist doch bewundernswert“, sagt Honecker, „wie unsere Menschen sich immer wieder zu helfen wissen.“


Erich Honecker hält eine Rede zur Entwicklung des Sozialismus. „Liebe Genossinnen und Genossen“, verkündet er lautstark, „die Entwicklung des Sozialismus ist nicht aufzuhalten! Schon heute bedeckt der Sozialismus ein Fünftel unserer Erde! Und schon bald wird es ein Sechstel, ein Siebtel, ein Achtel, ein Neuntel und ein Zehntel sein!“


Die Erzieherin im DDR-Kindergarten erklärt den Kindern, dass jeder Beruf ihrer Eltern auf dem Ein-Mark-Stück zu finden ist. Erstes Kind: „Mein Vater ist Bauarbeiter.“ Erzieherin: „Schau, da ist der Hammer!“ Zweites Kind: „Mein Vater ist Ingenieur!“ Erzieherin: „Schau, da ist der Zirkel!“ Klein Fritzchen fängt an zu weinen. Die Erzieherin fragt: „Was ist denn dein Vater von Beruf?“ Fritzchen: „Parteisekretär!“ Erzieherin: „Schau hier in der Mitte! Da ist die Niete, die alles zusammenhält!“


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Wird ein DDR-Bürger von der Volkspolizei angehalten: „Können Sie sich ausweisen?“
Bürger: „Kann man das jetzt selbst?“


Kommt ein Mann an den Fahrkartenschalter: „Eine Fahrkarte nach Kürze.“ Der Schalterbeamte sucht und sucht und sagt dann: „Tut mir leid, aber Kürze finde ich nicht.“ – „Komisch! Genosse Ulbricht hat doch gesagt, in Kürze gibt es alles.“


Seinerzeit in Ost-Berlin: Honecker läuft über einen Platz und sieht eine lange Menschenschlange. Neugierig stellt er sich an. Der Mann vor ihm dreht sich rum, erkennt ihn und flüstert dem Mann vor ihm etwas ins Ohr. Nach einer Weile weiß jeder in der Schlange, dass Honecker da steht. Und die Schlange löst sich auf. Verwundert fragt Honecker: „Warum steht ihr hier so lange an und verschwindet jetzt alle?“ Sagt der Mann: „Wir wollten unsere Ausreisegenehmigungen holen ... Aber wenn du gehen willst, können wir ja hier bleiben.“


Erich Honecker spricht auf der Straße mit Vertretern der Arbeiterklasse. Eine ältere Oma fragt ihn: „Genosse Generalsekretär, ist der Sozialismus eigentlich von den Wissenschaftlern oder von den Politikern erfunden worden?“ Darauf Honecker stolz: „Von den Politikern natürlich!“ Da sagt die Oma: „Na, das denke ich mir. Die Wissenschaftler hätten es vorher bestimmt an Ratten ausprobiert!“


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In einer Kneipe fragt ein Betrunkener einen Unbekannten: „Kennst du den Unterschied zwischen meinem Bier und Honecker?“ – „Nein“, antwortet der Fremde finster. „Mein Bier ist flüssig und Honecker ist überflüssig.“ Fragt der andere bissig zurück: „Kennen Sie den Unterschied zwischen Ihrem Bier und sich?“ – „Nein ...“ – „Ganz einfach: Ihr Bier bleibt hier und Sie kommen mit.“


Ein Polizist kontrolliert einen LKW mit Langholz, der ein Honecker-Bild an das Ende der Stämme genagelt hat, und fragt den Fahrer: „Warum haben Sie den Honecker hier angebracht?“ – „Aber Genosse Polizist, Sie haben doch selbst gesagt, ich soll hier hinten einen roten Lumpen dranhängen.“