Wo kaufen sie denn? Sven Grosch wartet auf Kundschaft. Foto: AP/Fahey

Eine Currywurst mit Brötchen  für 2,50 Euro, ein Pils (0,5 Liter) für 3 Euro, eine Berliner Weiße mit Schuss für 2,50 Euro. An einem normalen DFB-Pokalfinaltag hätten sich am Imbissstand von Sven Grosch lange Schlangen gebildet. Aber was ist zurzeit schon normal ... Am Sonnabend sah es vor dem Olympiastadion jedenfalls so aus, obwohl Grosch als einziger Anbieter überhaupt den Mut hatte, seine Bude vorm Spiel Bayern München gegen Bayer Leverkusen aufzuschließen. Kein Lärm, kein Verkehr, keine Fans wie sonst – nichts zu tun für Sven Grosch und nichts zu tun für die Polizei.

Die war am Wochenende woanders im Einsatz und musste zwei illegale Musikveranstaltungen in Haselhorst und einem Wald bei Friedrichshagen stoppen.  Im Stadtteil Friedrichshagen waren am Sonnabendabend rund 1000 Menschen zu einer „illegalen Musikveranstaltung“ in einem Waldgebiet an der Schöneicher Landstraße zusammengekommen, wie eine Polizeisprecherin sagt. Einsatzkräfte hätten die Versammlung aufgelöst, die Feiernden seien alle freiwillig gegangen.

Am Freitagabend hatten Polizisten außerdem ein Musikfestival in Berlin-Haselhorst gestoppt. Trotz fehlender Genehmigung vom Bezirksamt Spandau feierten den Angaben zufolge mehrere Hundert Menschen unter freiem Himmel am Juliusturm 13 nahe der Spree, bevor gegen 20.45 Uhr die Polizei auftauchte.

Vor Ort hätten die Einsatzkräfte zunächst Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen und die Feiernden dann nach Hause geschickt, als sich herausstellte, dass keine Genehmigung vorlag. Die Anmeldung der Veranstaltung sei zuvor durch eine Einzelperson erfolgt, erklärte die Polizei.