Auch Zucchini-Pflanzen können jetzt in den Boden. Thomas Uhlemann

Eigentlich hätten sie heute, am Mittwoch, beginnen sollen. Die Eisheiligen. Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius von Tarsus (14. Mai) und Sophia von Rom (15. Mai). Und danach, nach dem letzten Frost, hätten laut einer Bauernregel die Gartenarbeiten erst so richtig beginnen sollen. Aber in diesem Jahr? Hitze statt Frost. Die Eisheiligen fallen aus!

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Eine alte Bauernregel heißt: „Eh nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai.“ Der Kleingärtner kann in diesem Jahr aber aufatmen, wer seine Tomatenpflanzen schon in der Erde hat, hat in diesem Jahr alles richtig gemacht. Eine große Abkühlung sei nicht in Sicht, sagt Dominik Jung von wetter.net. „Die Blockadewetterlage sorgt dafür: Die Trockenheit geht weiter. Es gibt keinen Temperatursturz, es ist keine Kälte in Sicht und schon gar nicht die Eisheiligen.“ All das hat zur Folge, dass die Waldbrandgefahr nun in manchen Gebieten schon die höchste Warnstufe 5 erreicht.

Tomaten, Gurken und Zucchini können jetzt gepflanzt werden

Eigentlich kälteempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Bohnen, Sellerie, Basilikum, Dahlien oder Begonien können schon jetzt gepflanzt werden. Kübelpflanzen wie Margariten, Enzianbäumchen und Lantana dürfen ins Freie.

Der Sommer ist Berlin ist verfrüht eingezogen. dpa/Riedl

Auch nachts wird es nicht kälter als 12 Grad

Trotz einiger Schauer, die am Mittwoch und Donnerstag für Berlin und Brandenburg erwartet werden, bleiben die Trockenheit und Waldbrandgefahr bestehen. Wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes sagt, sind am Mittwoch Temperaturen bis knapp 30 Grad möglich. Durch den anhaltenden Wind sei eine erhöhte Wärme- und damit Kreislaufbelastung eher unwahrscheinlich.

Im Laufe des Mittwochvormittags ist teilweise mit Schauern zu rechnen. Auch in der Nacht auf Donnerstag ist bei Tiefsttemperaturen von 12 Grad etwas Regen möglich. Die Wassermengen sind jedoch bei Weitem zu gering, um die Trockenheit der letzten Zeit auszugleichen.

Für den Donnerstag können sich Berliner und Brandenburger auf wechselhaftes Wetter bei maximal 24 Grad einstellen. Der weiter anhaltende Wind lasse den gefallenen Regen schneller verdunsten und verschärfe somit die Trockenheit, so die Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes.

Die Waldbrandgefahr in der Prignitz und Lausitz ist hoch

Der Niederschlag in dieser Woche sei, laut der Sprecherin, vermutlich erst einmal der letzte Regen. In den nächsten Tagen und Wochen werde sich ein Hochdruckgebiet durchsetzen. Die vereinzelt auftretenden Schauer und Gewitter seien nicht in der Lage, die Trockenheit und hohe Waldbrandgefahr zu lindern. Das sei besonders für die Landwirtschaft ein ernstes Problem.

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Auch laut Dominik Jung von wetter.net geht das warme und zu trockene Wetter weiter. Das Hoch „Wolf“ sorgt für viel Sonnenschein. „Es hält uns alle Tiefs fern und deshalb bleibt diese Blockadewetterlage auch erstmal erhalten“, sagt der Meteorologe. Regional wird heute und morgen die höchste Warnstufe in Sachen Waldbrandgefahr erreicht. Betroffen sind davon vor allem der Osten und Nordosten des Landes. Vor allem Brandenburg, da die Prignitz und die Lausitz, sind davon betroffen.