Menschen aus der Ukraine kommen in Polen an. Vor dort können sie jetzt kostenlos mit Zügen der Deutschen Bahn Richtung Berlin reisen. AP/Josek

370.000 Menschen haben sich in der Ukraine bereits auf den Weg gemacht. Mindestens 200.000 sind im Bereich der polnischen Grenzen gestrandet. Jetzt gibt es ein nobles Angebot der Deutschen Bahn.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine können ab sofort kostenlos die Züge der Deutschen Bahn nutzen. Das Einzige, was sie dafür brauchen, ist ein ukrainischer Pass oder Personalausweis. Alle Fernzüge aus Polen können genutzt werden, vorausgesetzt sie fahren Richtung Berlin.

Mit der Aktion soll „Flüchtenden die Weiterreise ab der Grenze und innerhalb Deutschlands erleichtert werden“, so die Bahn. „Die DB steht dazu in engem Austausch mit der Bundesregierung, dem BMDV und Behörden von Bund und Ländern sowie ihren Partnerbahnen in den Nachbarländern Polen, Tschechien und Österreich. Gemeinsam mit der polnischen Eisenbahn bereitet sich die DB vor, gegebenenfalls zusätzliche benötigte Beförderungskapazitäten kurzfristig auf die Schiene zu bringen. Hierfür können in Kooperation mit der polnischen Staatsbahn zusätzliche Wagen und Sonderzüge eingesetzt werden.“

Rund 400 Geflüchtete aus der Ukraine kamen am Wochenende in Berlin an

Derzeit würden täglich bis zu sechs Eurocity-Fernzüge aus Polen nach Deutschland verkehren, alle über den Grenzübergang Frankfurt/Oder. Die Fernzüge hätten ihre Ausgangspunkte in Warschau, Danzig, Przemysl (Grenze zu Ukraine)/Krakau, Wien/Breslau, hieß es.

Lesen Sie auch: Vorsorge für Katastrophen und Krisen: Welche Vorräte, welche Ausrüstung? SO bereiten Sie sich auf den Notfall vor!>>

Auch der Berliner Senat stellt sich auf die Aufnahme einer größeren Zahl von Flüchtlingen aus der Ukraine ein. Bisher ist ihre Zahl allerdings noch relativ gering. Rund 400 Geflüchtete aus der Ukraine erreichten am Wochenende Berlin. 350 von ihnen kamen schnell privat unter, der Rest bleib im Aufnahmezentrum.

Momentan verfügt Berlin über etwas mehr als 1300 Plätze. Am Dienstag will der Berliner Senat weitere Möglichkeiten prüfen.

Lesen Sie auch: UPDATE! Russlands Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft: Verteidigungsministerin besorgt! So viele Atomraketen hat Russland – wird Putin sie auch einsetzen?>>

Ukrainer können sich seit 2017 ohne Visum in EU-Ländern aufhalten – und das bis zu 90 Tagen lang. Es bleibt somit ihnen überlassen, in welches EU-Land sie gehen. Nach Ablauf der 90 Tage kann die Aufenthaltsdauer, jedenfalls in Deutschland, bei der zuständigen Ausländerbehörde nochmals um 90 Tage verlängert werden.