Rot-weiß und echt „eisern“: Da ist der kleine Rote-Panda, der im Tierpark zur Welt kam und nun das neue Patenkind vom 1. FC Union ist. Tierpark Berlin

Der 1. FC Union hat wieder ein Patenkind! Nach dem Mädel Loha, die im Frühjahr nach Brüssel zog, haben die „Eisernen“ erneut einen Roten Panda als Schützling. Es ist der süße Fratz, der Ende Juni im Tierpark zur Welt kam. Das große Geheimnis um das Geschlecht des niedlichen Tierbabys wurde nun auch gelüftet. Union hat jetzt einen strammen Jungen als Patenkind.

Um Panda-Mutter Shine (7) und ihren Nachwuchs in der Geburtshöhle nicht zu stören, wurden bisher medizinische Untersuchungen an dem Jungtier vermieden. Daher wusste auch noch niemand, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Doch nun war es soweit, dass  Tierarzt Andreas Pauly und Pflegerin Simone Kuley der kleinen Roten-Panda-Familie einen Besuch abstatten durften.

So süß der Kleine mit seinen weißen Plüschohren und schwarzen Knopfaugen auch ist: Er zeigte Pflegerin und Arzt erst einmal seine spitzen Kralle und Zähne, fauchte mächtig, als die Untersuchungen begannen. Das Prozedere dauerte nur wenige Minuten. Neben der ersten Staupe-Impfung, die nach rund zwei Monaten ansteht, hat das 1,4 kg schwere Jungtier nun auch seinen Chip bekommen. Dieser fungiert als eine Art Personalausweis für bedrohte Tiere in menschlicher Obhut, erklärt Tierpark-Chef Andreas Knieriem. Dabei wurde auch das Geschlecht festgestellt. „Loha in Brüssel hat nun ein kleines Brüderchen bekommen“, sagt Knieriem.

Pflegerin Simone Kuley und Tierarzt Andreas Pauly bei der Untersuchung: Ein kleiner Piks, und das „eiserne“ Patenkind hat seine ersten Medizin-Check gut überstanden. Tierpark Berlin

Dass der Panda-Junge so einen Rabatz bei der Untersuchung machte, sei verständlich. „Wer schon einmal mit einem Kleinkind oder Haustier beim Arzt war, weiß, dass Spritzen sich nicht gerade großer Beliebtheit erfreuen. Doch die Hauptsache ist, dass unser jüngster Panda-Nachwuchs kerngesund ist“, sagt Tierpark-Chef Knieriem.

Die Eltern Joel und Shine kamen 2020 im Rahmen eines weltweiten Erhaltungszuchtprogramms für Rote Pandas in den Tierpark Berlin. Die Katzenbären, wie die Tiere auch genannt werden, wurden von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft.

Für das Union-Patenkind wird ein Name gesucht

Klar, dass sich der Fußball-Bundesligist 1. FC Union sich auch um den neuen, fast rot-weißen Panda-Nachwuchs kümmern wird. „Mit dem Tierpark verbinden viele von uns sehr schöne Kindheitserinnerungen. Er liegt auch nur einen ,Katzenbärensprung‘ von der Alten Försterei entfernt, deshalb fühlen wir uns einander sehr verbunden und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, sagt Union-Präsident Dirk Zingler.

Doch ein Problem gibt es: Der „eiserne“ Panda-Junge braucht noch einen Namen. Über seinen Facebook-Auftritt ruft der 1. FC Union Berlin gemeinsam mit dem Tierpark nun zur Namenssuche auf. Bis zum 16. September werden Vorschläge entgegengenommen. Am Ende entscheidet eine Jury. „Ich bin mir sicher, dass die Fans gute Ideen haben und wir einen passenden Namen finden werden“, sagt Union-Präsident Zingler.