Bei schönem Wetter tummeln sich die Menschen im Treptower Park und an der Insel der Jugend. Nachts ist das von jetzt an nicht mehr möglich.  Imago Images

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hat die Faxen dicke. Ab sofort sind Teile des Treptower Parks zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens gesperrt. Ein Aufenthalt dort ist nicht mehr gestattet. 

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin möchte auf die im Amtsblatt von Berlin heute veröffentlichte „Allgemeinverfügung zur zeitlichen Einschränkung der Benutzung von Teilbereichen des Treptower Parkes“ aufmerksam machen, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Darin steht, dass Teilflächen des Treptower Parks, nordwestlich bzw. südöstlich des Sowjetischen Ehrenmals Treptow und der nordwestliche öffentliche Teil der Insel der Jugend zwischen 22:00 Uhr und 4:00 Uhr geschlossen sind. Ein Aufenthalt von Personen in dieser Zeit sei dort nicht gestattet.

Weniger Lärm und Müll im Treptower Park 

Durch die im Behördendeutsch als Nutzungsbeschränkung betitelte Sperrmaßnahme erhoffen sich Bezirk und Polizei weniger Beschwerden durch Lärm und weniger Müll in dem Gartendenkmal. Damit würden auch Bewirtschaftungskosten gespart. Die Gedenkstätte des Sowjetischen Ehrenmals könne so besser geachtet, Flora und Fauna geschützt werden.

Immer wieder war es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Gewaltdelikte und körperliche Ausschreitungen, so die Mitteilung sollen durch die nächtliche Schließung vermieden werden.

Feiernde sollen nicht aus James-Simon-Park in den Treptower Park wechseln 

Auch einer Verlagerung des Party-Geschehens aus dem James-Simon-Park, der ebenfalls ab 22 Uhr nicht mehr bevölkert werden darf, soll vorgebeugt werden. Wohin die Jugendlichen stattdessen zum Feiern gehen können, wurde nicht mitgeteilt.

Anwohner hatten sich beschwert

An den Zugängen zum Park sind die betroffenen Areale ausgewiesen und mit Schildern wird über die Zugangsbeschränkung informiert.  In der Mitteilung des Bezirks heißt es zur Erklärung: „Die Allgemeinverfügung wurde erforderlich, da sich in den letzten Wochen zeigte, dass es an allen Wochenenden und oft auch unter der Woche zu lautstarken Partys mit allen nur denkbaren Auswirkungen kam. Aus den Erfahrungen der letzten Wochen ergab sich auch, dass die meisten Feiernden in großen Gruppen ab 22 Uhr die betroffenen Bereiche aufsuchten. Mündliche Platzverweise ebenso wie auch Sicherstellungen von Equipment erzielten nicht die erwünschte anhaltende Wirkung. Dementsprechend wurde sich für eine kombiniert zeitlich-örtliche Benutzungseinschränkung entschieden.“

Zur Nacht seien in der Regel keine rein ruhe- und erholungssuchenden Parkbesuchende zu erwarten, die Gemeingebrauchseinschränkung sei daher angemessen und zumutbar. Von den Anwohnern erhofft sich der Bezirk positive Resonanz.