Till Lindemann ist der Frontmann von Rammstein. Hier beim Konzert im Berliner Olympiastadion Anfang Juni. Rammstein/dpa/Jens Koch

Sie sind auf Tour durch Deutschland und Europa, spielen aktuell am Freitag und Sonnabend in Stuttgart – und werden auch dort mit ihrer Feuer-Show die Fans aus den Latschen pusten: Die Rocker von Rammstein. Die Berliner sind der erfolgreichste deutsche Musik-Export, sorgen mit ihren Aktionen immer wieder für Schlagzeilen… und nach mehr als 20 Jahren Band-Karriere schmückt die Vita der Truppe auch der eine oder andere Skandal.

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Sie gehören dazu, machen den Hype um die Berliner Band aus: Provokationen! Immer wieder schafften es die Rocker um Frontmann Till Lindemann, mit denkwürdigen Aktionen Aufmerksamkeit zu erzielen – neue Alben, Musik-Videos und Shows wurde immer auch von heftigen Diskussionen begleitet. Hier kommen fünf krasse Skandale aus der Bandgeschichte von Rammstein – können Sie sich noch daran erinnern?

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Video zum Rammstein-Song „Pussy“ lief auf Porno-Portalen

Im Jahr 2009 veröffentlichte die Band ein Musikvideo zum Song „Pussy“ – und das dorgte für Wirbel. Denn: Die Premiere wurde nicht im Musik-TV oder – wie beim Video „Angst“ aus dem aktuellen Album „Zeit“ – im Kino gefeiert, sondern auf einem Pornoportal. Der Grund: Im Video ist explizit zu sehen, wie die Bandmitglieder Sex haben. Die Aufnahmen dafür wurden mit professionellen Pornodarstellern gemacht, danach wurden – zumindest wird es so erzählt – die Köpfe der Bandmitglieder ins Video montiert. Noch heute ist das Video auf Plattformen wie Youtube nur mit entsprechend unscharfen Stellen zu sehen.

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Am vergangenen Wochenende spielte Rammstein im Berliner Olympiastadion - die Feuershow war auch aus weiter Entfernung zu sehen. dpa/Christoph Soeder

In Amerika wurden Till Lindemann und Christian „Flake“ Lorenz verhaftet

Nicht nur im Video ging es explizit zu, auch auf der Bühne gönnten sich die Bandmitglieder die eine oder andere Eskapade. Zur Freude der Fans, die die heftig inszenierten Shows der Berliner Rocker lieben. In Amerikaging es aber einmal schief: Im Jahr 1999 spielten sie ein Konzert in Worcester (Massachusetts) – und Till Lindemann penetrierte Keyboarder Flake in der Show mit einem Dildo von hinten. Folge: Die beiden wurden festgenommen und mussten eine Nacht im Gefängnis verbringen.

Keyboarder Chsitian „Flake“ Lorenz beim Konzert von Rammstein im Berliner Olympiastadion. Rammstein/dpa/Jens Koch

Zum Song „Deutschland“: Rammstein sorgte mit KZ-Clip für Wirbel

Riesige Diskussionen löste ein kurzer Videoclip aus, mit dem die Rocker von Rammstein im Jahr 2019 ihre Single „Deutschland“ ankündigten. Die Bandmitglieder um Till Lindemann stehen in dem kurzen Filmchen am Galgen, die Köpfe in der Schlinge, tragen Häftlingskleidung, die an jene in den Konzentrationslagern erinnerte. Gitarrist Paul Landers hat sogar einen gelben Stern auf der Brust, das von den Nationalsozialisten eingeführte Erkennungszeichen für Juden.

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Es folgte ein kalkulierter Aufschrei: „Wer den Holocaust und die Millionen Ermordeten als Marketing-Gag instrumentalisiert, der geht zu weit, egal in welchem Rahmen“, sagte etwa  Charlotte Knobloch, die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland. Das später veröffentlichte Video „Deutschland“ entpuppte sich als wilder Ritt durch die düsteren Zeiten der deutschen Geschichte.

Beim Konzert: Till Lindemann jagt sich mit Sprengstoffweste in die Luft

Schon 2016 lotete die Band bei ihrer Tour die Grenzen des guten Geschmacks aus. Nach den schweren Terroranschlägen in Paris spielte Rammstein bei den Konzerten den Song „Zerstören“ – zunächst trug Lindemann hier einen langen Mantel, schmetterte die Zeilen „Meine Sachen will ich pflegen, den Rest in Schutt und Asche le[1]gen.“

Zum Ende des Titels riss er sich dann den Mantel herunter, darunter kam eine Sprengstoffweste zum Vorschein. Funken fliegen, es knallt, es blitzt, Lindemann sprengt sich als Showeffekt in die Luft! „Könnte als ein wenig grenzwertig angesehen werden, aber sie wären ja nicht Rammstein, wenn sie nicht an einigen Grenzen des guten Geschmacks kratzen würden“, schrieb ein Fan schon nach der ersten Generalprobe der Band, zu der nur ausgewählte Gäste geladen waren.

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Rammstein-Platte „Liebe ist für alle da“ landet auf dem Index

„Liebe ist für alle da“ war das sechste Album von Rammstein – und es landete im November 2009 auf dem Index. Der Grund: Das Lied „Ich tu dir weh“ sei gewaltverherrlichend – und im Booklet zur Platte wurde ein explizites Bild gezeigt. Darauf zu sehen: Gitarrist Richard Kruspe mit einer Frau auf den Knien, der mit seiner rechten Hand dazu ausholt, um ihr offenbar auf den Po zu schlagen. Die CD durfte danach nur noch an volljährige Kunden verkauft werden, außerdem fand keine Werbung dafür statt. 2010 klagte die Band, bekam Recht, das Album wurde vom Index genommen. Erst 2016 klagte dann die Band gegen die BRD, weil 85.000 Exemplare des Albums vernichtet werden mussten. Doch man einigte sich außergerichtlich.

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