In den Strandbädern (hier: Wannsee) dürfte es am Wochenende voll werden.  Foto: picture alliance dpa / Ralf Hirschberger

Heiß, heißer, Berlin! Nach dem wackeligen Wetter der letzten Wochen erwischt der Sommer die Hauptstadt jetzt mit Schwung: Am Wochenende sollen es satte 31 Grad werden, weil Hoch „Utz“ die Hitze nach Deutschland bringt. Viele Berliner werden dabei mächtig ins Schwitzen kommen – mit den Tipps des KURIER behalten Sie einen kühlen Kopf.

Wichtig bei aller Liebe für den Sommer: Viel trinken! Denn: „Wenn der Körper austrocknet, kann das den Kopfschmerz anregen“, sagt Eleftherios Grapsas, Facharzt für Innere Medizin am Sana-Gesundheitszentrum Berlin-Brandenburg. „Deshalb sollte man gerade im Sommer darauf achten, stets genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.“ Der Experte empfiehlt mindestens zweieinhalb Liter am Tag, eiskalte Getränke sollten vermieden werden. Zu viel Kaffee sollte nicht getrunken werden - und von süßen Getränken rät der Mediziner ab. „Sie führen zum Wasserverlust im Körper.“ Ein Tabu ist direkte Sonneneinstrahlung. Vor allem Patienten mit niedrigem Blutdruck sollten auf sich achten – bei ihnen kann die Hitze leicht Schwindel und Übelkeit verursachen. 

Eleftherios Grapsas ist Facharzt für Innere Medizin am Sana-Gesundheitszentrum Berlin-Brandenburg. Foto: Berliner KURIER/Volkmar Otto

Nicht nur die Getränke, auch das Essen sollte zum Wetter passen. Auch wenn die Situation zu Grillabenden verleitet: Steaks vom Rost sind keine gute Idee. Er empfiehlt Lebensmittel, die einen hohen Wassergehalt besitzen, „etwa Joghurt, Gurken, Tomaten, Zucchini oder Wassermelonen“. Sie füllen den Flüssigkeitshaushalt auf. Obst und Salat sind besonders empfehlenswert. Auch etwas mehr Salz schadet bei erhöhter Temperatur und Feuchtigkeit nicht - dieser Tipp gilt allerdings nicht für Patienten, die an Herz- und Niereninsuffizienz leiden.

Weil bei hoher Sonnenaktivität die Gefahr von Sonnenbrand droht, sollte die Haut geschützt werden. „Meiden Sie die Mittagssonne und tragen Sie – je nach Hauttyp – leichte Kleidung und eine Kopfbedeckung. Vergessen Sie nicht, Ihr Sonnenschutzmittel auch ans Wasser mitzunehmen und tragen Sie lieber es etwas großzügiger auf“, sagt Grapsas. Beim Eincremen Lippen, Scheitel, Fußsohlen und Ohren nicht vergessen. Und: Auch dann Sonnencreme nutzen, wenn der Himmel bedeckt ist, schädliche Strahlung kommt trotz Wolken auf der Erde an. Auf Alkoholkonsum sollte unter der prallen Sonne generell verzichtet werden,

Auch Sportler sollten aufpassen. Denn: Je stärker die Sonne scheint, desto mehr Ozon bildet sich in Bodennähe. Die verstärkte Atmung beim Sport sorgt dafür, dass dieses eingeatmet wird, was zu Atemnot und Husten führen kann. Deshalb: Körperliche Betätigung am besten in die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden verlagern. „Um diese Zeit sind auch die Temperaturen angenehmer“, sagt Grapsas. Wichtig: Vor und nach dem Sport mindestens ein Glas Wasser trinken!

Nicht zuletzt sollten auch Haustiere vor der Wärme geschützt werden. Experten hatten schon vor Tagen im KURIER davor gewarnt, Hunde und Katzen in geparkten Autos zurückzulassen. „Tierhalter sollten für Spaziergänge auf jeden Fall auf die frühen Morgen- und die späten Abendstunden ausweichen und nicht in der Mittagshitze nach draußen gehen“, sagt Annette Rost, Sprecherin des Berliner Tierheims, dem KURIER. Pralle Sonne und heißer Asphalt machen den Tieren zu schaffen. Auch hier kann jeder für Linderung zu sorgen. Naturjoghurt, Quark, Nassfutter oder Leberwurst verschaffen beispielsweise Abkühlung – wenn man sie einfriert.