Am Wochenende wird es heiß in Berlin – viele werden deshalb nach Abkühlung suchen. Foto: snapshot-photography/xK.M.Krause

Dieses Wochenende wird heiß und hitzig zugleich! Während die Temperatur auch in der Hauptstadt weiter nach oben klettert und sich die einen über den Super-Sommer freuen, kommen Demonstranten aus dem ganzen Land nach Berlin, um hier gegen die Corona-Auflagen zu protestieren.

Am Wochenende dürfte es überall voll werden – in der Innenstadt, aber auch an den Badeseen. Grund für letzteres ist das Wetter: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte die Temperatur in Berlin und Brandenburg auf bis zu 32 Grad steigen. Viel Sonnenschein, kein Regen. Viele Berliner dürfte es in die Bäder und an die Seen ziehen. Das Strandbad Wannsee ist für den Tag bereits komplett ausgebucht, die beliebten Freibäder in Neukölln und Kreuzberg ebenfalls. Erst am Sonntag soll es wieder milder werden, teilweise sind Schauer und Gewitter angekündigt.

Am Wochenende wollen auch die Gegner der Corona-Maßnahmen durch Berlin ziehen. Foto: imago images/Marc Gruber

Zumindest für heute gilt: Besser raus aus der Stadt als rein – denn auf der Straße des 17. Juni ist eine Großdemonstration von Corona-Gegnern angekündigt. Innensenator Andreas Geisel (SPD) erwartet rund 22.000 Demonstranten in der Hauptstadt, 10.000 allein auf der Straße des 17. Juni. Nach Polizeiangaben will dort die Initiative „Querdenken 711“ aus Stuttgart unter dem Motto „Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit“ demonstrieren. Es heißt, auch verschiedene Neonazi-Organisationen hätten ihre Teilnahme angekündigt.

Rund 1500 Polizisten sollen im Einsatz sein, um die Maskenpflicht und das Einhalten der Abstandsregeln durchzusetzen – auch auf mehreren kleineren Demos. Die Polizei werde angemessen und deeskalierend vorgehen, Bußgelder verhängen oder bei Widerstand Menschen die Freiheit entziehen. Geisel kritisierte die Proteste im Vorfeld. Es sei kein Akt der Freiheit, in einer Pandemie sich und andere in Gefahr zu bringen. „Ein souveräner Akt der Freiheit wäre es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen für die Gesundheit in diesem Land.“ (mit dpa)