Der Sänger Frank Schöbel: Am 11. Dezember wird der DDR-Schlagerstar 80 Jahre alt.
Der Sänger Frank Schöbel: Am 11. Dezember wird der DDR-Schlagerstar 80 Jahre alt. dpa/Sebastian Kahnert

In wenigen Wochen ist es soweit. Am 11. Dezember wird DDR-Schlagerlegende Frank Schöbel 80 Jahre alt, feiert gleichzeitig sein 60. Bühnenjubiläum. Doch der Sänger ist nicht gerade erfreut darüber, wie ihn der öffentlich-rechtliche ostdeutsche Heimatsender MDR nun zu den Feierlichkeiten abserviert. Statt einer neuen Show wird an diesem Tag alte Konservenkost gezeigt. „Ich werde den MDR ab sofort meiden“, schrieb Schöbel jetzt auf Facebook.

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Auslöser dieser Reaktion war eine Berichterstattung des Internetportals „Schlagerprofis.de“. In dem Beitrag wurde kritisiert, dass der MDR einen der größten Künstler der DDR zwar zu seinem Geburtstag ehrt, aber statt einer neuproduzierten Show „Die große Frank Schöbel Jubiläumsshow“ aus dem Jahr 2017 gezeigt wird.

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In dieser alten Sendung, die damals im Berliner Admiralspalast zu Ehren von Schöbels 75. Geburtstag aufgezeichnet wurde, traten unter anderem seine musikalischen Kollegen wie Gerd Christian, Monika Herz, Hartmut Schulze-Gerlach, Regina Thoss, Hans-Jürgen Beyer, Uwe Jensen, Maja Catrin Fritsche, Andreas Holm, Thomas Lück und Michael Hirte auf. Auch Frankys Tochter Dominique Lacasa und Weltstar Albert Hammond waren dabei.

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Neben der Show liefert der MDR weitere Konservenkost, wiederholt die Schöbel-Filme „Nicht schummeln, Liebling“ (1973) und „Hochzeitsnacht im Regen“ (1967).

Unter dem „Schlagerprofi“-Bericht schrieben viele Schlager- und Franky-Fans ihre Meinung in die Kommentarspalte, die alle das Senden einer alten Show zu Schöbels 80. Geburtstag als beschämend bezeichneten. So wie diese: „Es ist eine Schande! Muss man erst tot sein, um anständig behandelt zu werden? Die Verantwortlichen vom MDR sollten sich in Grund und Boden schämen. Es gibt kaum noch Künstler, die das Handwerk gelernt haben. Das Niveau ist am Boden. Der MDR auch!“, kommentierte ein Leser mit dem Namen Gohl.

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Den Kommentar griff Frank Schöbel nun für seine Facebook-Mitteilung auf. „Meine Antwort: Ja, ich finde es auch beschämend, wie sich die Verantwortlichen beim MDR verhalten. Ich werde ihn ab sofort meiden.“

Frank Schöbel: „Es ist beschämend, wie sich die MDR-Verantwortlichen verhalten“

Bereits vor einem Jahr hatte der Sänger kritisiert, dass der MDR keine neue Show zu seinem 80. Geburtstag zeigen wird. Dabei hatte der Star ein Konzept dafür eingereicht, wie er damals dem KURIER berichtete. Doch der Sender hätte kein Geld dafür, so Schöbel, der dies damals auch über Facebook seinen Fans mitteilte.

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Der KURIER hatte vergangenes Jahr den Sender dazu befragt. Der MDR teilte damals mit: „Es ist richtig, dass wir ein Konzept Frank Schöbels abgelehnt haben. Es gehört zum normalen Redaktionsprozess, Ideen zu entwickeln, zu bewerten, umzusetzen oder auch abzulehnen. Wir arbeiten seit vielen Jahren gerne mit Frank Schöbel zusammen und wir sehen keinen Grund, diese Zusammenarbeit grundsätzlich zu überdenken. Wenn es passt, begrüßen wir ihn weiterhin gerne als Gast in unseren Sendungen.“

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Ab und zu darf er ins Fernsehen: Frank Schöbel bei einem Auftritt der ARD-Show „Immer wieder sonntags“ (2019).
Ab und zu darf er ins Fernsehen: Frank Schöbel bei einem Auftritt der ARD-Show „Immer wieder sonntags“ (2019). Imago/POP-EYE

In der Tat war Schöbel Ende Oktober zu Gast beim „Sonntagsbrunch“ des MDR-Senders „Sachsenradio“, in der über die 60 Jahre seines Bühnenschaffens gesprochen wurde. Aber das ersetzt nun einmal keine aktuelle TV-Show zum Bühnenjubiläum und zum 80. Geburtstag.

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In seinem jetzigen Facebook-Post erklärt Schöbel, dass andere ARD-Sender ihn in aktuelle Sendungen anlässlich seiner Jubiläen eingeladen und nicht vergessen haben. So ist er am 9. Dezember in der Quiz-Show „Wer weiß denn sowas?“ mit Kai Pflaume zu Gast, die im Ersten (18 Uhr) ausgestrahlt und vom NDR produziert wird. Im NDR-Magazin „DAS“ ist Schöbel bereits am 21. November (18.45 Uhr) zu sehen. Und in der ARD-Dauerserie „Rote Rosen“ hatte der Schlager-Star bereits im Sommer einen Gastauftritt.

Übrigens: Der RBB gratuliert dem DDR-Star ebenfalls mit einer Konserve zum 80. In der derzeitigen Programmplanung steht für den 11. Dezember nur der Film „Heißer Sommer“, der um 10.30 Uhr ausgestrahlt wird.