Mopeds und Motorräder aus der ehemaligen DDR haben noch heute viele Fans. Auf Motorradtreffen wie hier in Zwickau wird gefachsimpelt und gefahren.  Imago Images

Das DDR Museum hat eine neue Filiale bekommen und lässt jetzt die Herzen der Fans von Simson, Schwalbe, Spatz und Habicht höher schlagen. 

Die thematische Ausstellung „DDR Museum: Motorrad“ in der Berliner Rochstraße wird künftig vom DDR-Museum betrieben. 2008  war das private Haus als 1. Berliner DDR-Motorradmuseum zwischen den Bahnhöfen Hackescher Markt und Alexanderplatz in den historischen Viaduktbögen eröffnet worden.

Über 130 Zweiräder aus 40 Jahren DDR-Produktion, ihre Vorgänger und Nachfolger sowie viele weitere thematische Exponate aus dem Bereich Mobilität erwarten Besucher auf mehr als 800 m² verteilt auf zwei Etagen. „Durch die Integration der Motorräder, Roller, Gespanne, Mokicks und Mopeds erweitern wir zum einen unsere Sammlung im Bereich der DDR-Zweiräder erheblich. Zum anderen bietet uns der zweite Standort auch die Chance, künftig wesentlich detaillierter auf den gesamten Themenkomplex Mobilität in der DDR einzugehen“, sagt Gordon Freiherr von Godin, Direktor des DDR Museums.

Motorrad-Raritäten aus der DDR

Das DDR Museum besitzt mit über 300.000 Objekten die weltweit größte museale DDR-Sammlung, in der bereits Fahrzeuge wie der Trabant, die Schwalbe oder ein Volkspolizeimotorrad des Herstellers MZ zu finden sind. Nun sind auch Raritäten, zum Beispiel ein MZ-Motorrad aus der Eskorte des Ministeriums des Inneren der DDR, von denen nur 30 Stück produziert wurden, oder ein EMW R 35/3 von 1953, dessen Vorgänger schon vor dem Zweiten Weltkrieg von BMW gebaut wurde, vertreten. Diese und viele weitere Maschinen werden Besucher in der Motorrad-Ausstellung des DDR Museum sehen können.

Eintrittspreise: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kombiticket, inkl. DDR Museum: 14 Euro, ermäßigt 9 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei

www.ddr-museum.de/de/sammlung/motorrad