Sängerin Tamara Danz starb im Jahr 1996 an Krebs. Foto: imago stock & people

In diesem Jahr jährt sich der Todestag der ehemaligen Silly-Frontfrau Tamara Danz zum 25. Mal. Die Queen des Ostrock starb im Jahr 1996 an Krebs, doch ihre Stimme bleibt unsterblich. In unzähligen Ost-Hits wie „Bataillon d’Amour“ und „Mont Klamott“ und in den Herzen ihrer Fans lebt Danz weiter. Aber: Kannten Sie schon diese fünf besonderen Fakten über die Sängerin?

Zwei Straßen sind nach Silly-Frontfrau Tamara Danz benannt

IHR GEBURTSORT. Viele glauben, dass es sich bei Tamara Danz um eine Berlinerin handeln muss – doch das ist falsch! Geboren wurde die spätere Silly-Frontfrau am 14. Dezember 1952 in Winne in Thüringen. Ihre Mutter war Kindergärtnerin, ihr Vater Maschinenbauingenieur. Übrigens: Heute ist im thüringischen Breitungen nahe ihrem Geburtsort eine Straße nach Tamara Danz benannt. Es ist nicht die einzige: Nahe der Mercedes-Benz-Arena in Berlin gibt es eine Tamara-Danz-Straße.

IHR KARRIERESTART. Der Beginn der Musiker-Laufbahn holperte etwas. Schon an der EOS „Klement Gottwald“ in Treptow, wo Danz das Abitur ablegte, sang sie in der Schulband. Danach sollte sie eigentlich Dolmetscherin werden, brach das Studium dafür aber nach etwa anderthalb Jahren ab. 1973 bewarb sich an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, wurde aber abgelehnt. Doch sie hielt am Traum von der Musik fest, sang weiter in Bands, stieß 1978 zur Gruppe Silly, die damals noch Familie Silly hieß.

In Halberstadt wird im Jahr 2196 an Tamara Danz erinnert

EINE BAND, ZWEI MÄNNER. Wo die Liebe hinfällt: Tamara Danz war in der Band Silly mit zwei ihrer Bandkollegen liiert. Zuerst gab es eine Beziehung mit Ritchie Barton. Später dann auch mit dem Gitarristen Uwe Hassbecker. 1995 wurde bei Danz Krebs diagnostiziert – und ein halbes Jahr vor ihrem Tod heirateten die beiden. „Aus erbtechnischen Gründen“, wie sie damals sagte.

Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1988.

Video: Youtube

SCHRÄGE ERINNERUNG. Auch zukünftige Generationen werden sich an Tamara Danz erinnern. Denn: Zum 200. Todestag der Rockmusikerin soll in Halberstadt ein Jahr lang Musik zu ihren Ehren erklingen. Dort wird in einer Kirche schon seit Jahren das langsamste Musikstück der Welt aufgeführt, dessen Dauer auf 639 Jahre angelegt ist. Eines der Jahre kauften ihre Musiker-Kollegen, widmeten es Danz. Das Jahr 2196 in der Halberstädter Kirche gehört also der Rock-Lady.

ZWEI DOKUS IM TV. Anlässlich ihres Todestages werden an den kommenden Tagen zwei Filme über die Rock-Diva ausgestrahlt. Der 45 Minuten lange MDR-Film „Raus aus der Spur“ läuft am 25. Juli, um 0.15 Uhr, im Ersten und ist derweil in der ARD-Mediathek im Netz abrufbar. Gleiches gilt für die 90-Minuten-Doku „Legenden – Ein Abend für Tamara Danz“ – sie ist ab dem 29. Juli in der Mediathek abrufbar und läuft am 1. August, um 20.15 Uhr, auf MDR.