Der Trabi hatte seine Eigenarten - aber ist noch heute Kult! Foto: Imago/Gerhard Leber

Es ist ein eher trauriges Jubiläum – zumindest für echte Trabi-Fans: Am Freitag vor 30 Jahren rollten in Zwickau die allerletzte „Rennpappe“ vom Band! Es ist das Ende einer Ära, die aber zugleich vermutlich niemals enden wird: Im Jahr 1993 waren in Deutschland noch 900.000 Trabis zugelassen, inzwischen ist die Zahl auf 34.000 gesunken. Aber: Es gibt ihn noch, den Trabi – und er stirbt nicht aus, sondern wird immer mehr zum kultigen Trend-Auto!

Erst kürzlich berichtete der KURIER, dass Trabi und Wartburg inzwischen Oldtimer-Status haben. Nach Einschätzung von Gerd Heinemann, Geschäftsführer der Kölner BBE Automotive GmbH, wird der Markt für die beiden DDR-Oldies noch wachsen. „Weil es sich lohnt, sie fahrtüchtig zu machen. Das ist eine Art Rückbesinnung und fast schon ein kleiner Boom.“ Für einen Trabant in Topzustand würden durchaus 10 000 Euro gezahlt. Ein historischer Wartburg 311er Coupe kann als restaurierter Oldtimer auf Internetportalen schon mal mit Preisangaben zwischen 26 000 und 50 000 Euro versehen sein.

Aber: Jeder Ossi weiß, dass der Trabi viele Eigenarten hatte, dass sich auch Mythen und Legenden darum ranken. Und wie kann man sich daran charmanter erinnern als mit den Witzen, die es über den Stinker aus der DDR in rauen Mengen gibt? KURIER hat die schönsten Trabi-Witze herausgesucht. Viel Spaß!


1985 stießen in der Innenstadt von Bitterfeld zwei Trabis zusammen. Es gab zwei Tote und 53 Verletzte. Die Toten waren die Fahrer. Der Rest hat sich um die Ersatzteile geprügelt.



Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Trabi und einem Düsenjäger? Den Düsenjäger sieht man, bevor man ihn hört. Den Trabi hört man bevor man ihn sieht.


Kommt ein Trabifahrer in eine West-Autowerkstatt und fragt den Meister: „Könnten Sie meinen Trabi tiefer legen, verbreitern oder eventuell aufmotzen?“ Der Meister schaut sich den Trabi an und sagt: „Sicher.“ Darauf der Trabifahrer: „Und was würde es kosten?“ Der Meister: „5 Mark!“ Trabifahrer: „Wollen Sie mich veräppeln?“ Meister: „Wieso, wer hat denn damit angefangen?“


Warum haben einige Trabis eine heizbare Heckscheibe? Damit man beim Schieben warme Hände hat!


Wussten Sie schon, dass der Trabi den zweiten Preis im Windkanalwettbewerb gewonnen hat? Der erste ging an eine Schrankwand.


in Trabi bleibt auf der Autobahn stehen. Ein freundlicher Porschefahrer hält an und schleppt ihn ab. Als ein Ferrari an den beiden vorbeizieht, denkt sich der Porschefahrer: „Den hol‘ ich!“ Der Trabifahrer bekommt bei 200 Kilometern pro Stunde Angst, blinkt und hupt heftig. Bei der nächsten Tankstelle sieht das der Tankwart und sagt zu seinem Kunden: „Haben Sie das gesehen? Vorne ein Ferrari mit 240, dahinter ein Porsche mit 240, dann ein Trabi, der hupt und blinkt und die lassen ihn einfach nicht vorbei!“



Der Trabant sollte eigentlich mit zwei Auspuffrohren geliefert werden. Wieso? Wenn das Auto kaputt ist, kann man zwei Stangen reinschieben und ihn als Schubkarre verwenden.


Ein Ossi kommt mit dem Trabi in den Westen und will sich einen schnellen Motor einbauen lassen. Nach einer Woche soll er das Auto wieder abholen. Er bezahlt, startet und das Auto saust dahin. Doch plötzlich stoppt es, saust wieder los und stoppt. So geht es die ganze Zeit. Er bringt das Auto zurück und beschwert sich beim Mechaniker. Der Antwortet: „Ach, keine Sorge! Das haben wir gleich!“ Er öffnet die Kühlerhaube und macht einen kurzen Handgriff. „Jetzt können Sie ohne Unterbrechung fahren.“ – „An was hat es denn jetzt gelegen?“ fragt der Ossi. „Wir haben einen Scheibenwischermotor eingebaut und vergessen, das Intervall auszuschalten.“


Ein Trabi-Fahrer kommt an die Tankstelle: „Ich hätte gerne zwei Scheibenwischer für meinen Trabi.“ Der Tankwart entgegnet: „Abgemacht. Das ist ein fairer Tausch!“


Die Interflug-Maschine Prag-Ostberlin wird entführt. Das Flugzeug steht auf dem Rollfeld in Wien. Der Entführer stellt seine Forderungen an die DDR: „Entweder ich erhalte sofort den Ersatz-Auspuff für meinen Trabi, oder ich lasse die Geiseln frei!“


Ein Bräutigam kommt in seinem Trabi 20 Minuten zu spät zur Hochzeit. Der Pastor erkundigt sich voller Mitleid: „Na, ist er nicht angesprungen?“ Der Bräutigam: „Nein, ich hatte die ganzen drei Kilometer nur Gegenwind!“


Wie nennt man vier Trabis an einer Kreuzung? Eine Tupperparty!


Als der reiche Amerikaner den von ihm bestellten Trabi bekommt, sagt er voller Anerkennung: „Diese Deutschen – immer gründlich! Bevor sie das Auto liefern, schicken sie erst mal ein Plastikmodell.“