Am Wochenende wollen sich angesichts der Hitze auch viele Berliner in den Seen der Region abkühlen. dpa/Moritz Frankenberg

Am Wochenende wird es viele Berliner an die Badeseen in Berlin und Brandenburg ziehen – kein Wunder, es werden die bisher heißesten Tage des Jahres erwartet. Aber: Wo kann man am besten Baden? Die Berliner Tourismus-Agentur „visitBerlin“ zeigt auf einer Berlin-Karte, wo in der Hauptstadt und im Umland die besten Bademöglichkeiten warten – und zeitgleich warnen die Lebensretter der Region alle Badenden vor den Gefahren, die in den Seen lauern können.

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Auf der Karte von „visitBerlin“, deren Grundlage der Berliner U- und S-Bahn-Plan ist, sind die schönsten Badeseen entlang der Öffi-Strecken eingezeichnet. Dazu gehören unter anderem der Wannsee, der bequem mit der S1 und der S7 erreichbar ist, der Straußsee, an den es mit der S5 geht, und das Strandbar Lübars, das mit der S1 zu erreichen ist. Aber: Auch in der Stadt gibt es viele schöne Badestellen, etwa das Strandbad Jungfernheide oder die Sommerbäder in Pankow, Kreuzberg, Wilmersdorf und in der Wuhlheide.

Lebensretter warnen: Darauf sollten alle Bade-Fans am Wochenende achten

Wer an den Badeseen ins kühle Nass abtauchen will, sollte aber einiges beachten. Denn pünktlich zum heißesten Wochenende wird gewarnt. „Wir stellen immer wieder fest, dass Badende und Schwimmer die eigenen Fähigkeiten überschätzen, gerade am und im Wasser und andererseits die Gefahren des Wassers unterschätzen“, sagte Daniel Keip, Landesverbandssprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Wasser habe keine Balken, das würde mitunter vergessen, sagte er. Und: Je abgelegener die Badestelle liegt, desto länger dauere es auch, bis Hilfe kommt.

Nach einem ausgiebigen Sonnenbad ist ein Sprung ins kalte Wasser keine gute Idee. imago/Jochen Eckel

Schon am Pfingstwochenende starben in Brandenburg drei Menschen bei Badeunfällen – in Brandenburg an der Havel, Zossen und Lychen. Viele Unglücksfälle passieren aus Leichtsinn, weil Menschen den Eindruck hätten, sie seien leistungsfähig, sagt Keip. „Das ist hochgefährlich und kann tragisch enden.“

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Auch für die Lebensretter sei das nicht einfach. „Bei Todesfällen sind wir sehr schnell, sehr emotional angefasst, gerade weil wir uns ehrenamtlich engagieren und nicht helfen konnten“, sagt Keip. Gerade bewachte Freibäder würden mehr Sicherheit geben.

Einfache Regel am Badesee: Das empfehlen die Lebensretter

Für das Baden und Schwimmen bei brütender Hitze empfahl der Lebensretter eine alte Regel: „Vor dem Baden abkühlen, an die Wassertemperatur gewöhnen, sich selbst nicht überfordern.“ Eine halbe Stunde Sonnenbad und dann gleich zur Abkühlung ins Wasser könne den Kreislauf belasten.

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Auch Stand-Up-Paddler und Hobby-Kanuten sollten ihre Kräfte bei Fahrten hinaus auf den See genau einschätzen, viel trinken und sich gegen die pralle Sonne schützen. Am Ufer entlang zu fahren, sei vielleicht nicht so „cool“, dafür könne man dort mitunter noch stehen, empfahl Keip. Nicht jeder komme nach einem Fall ins Wasser wieder ins Boot oder aufs Board und sei dann fernab jeglicher Hilfsmöglichkeit. „Wir hoffen einfach auf die Vernunft der Menschen.“

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