Bald küsst die Sonne auch wieder dauerhaft Berlin - so wie hier, in der Gemeinde Lichtenau.  Foto: Imago/STAR-MEDIA

Wer am Mittwochmorgen schon vor die Tür musste, der konnte spüren: Draußen ist es ziemlich frisch dafür, dass eigentlich Frühling ist. Doch das ist nur der Anfang: In den kommenden Tagen soll Deutschland noch einmal von der winterlichen Bibber-Kälte erfasst werden. Neue Prognosen gehen davon aus, dass die Temperaturen in den Keller stürzen, dass es regional bis zu minus 15 Grad geben soll! Außerdem kommt der Schnee zurück – und das bis ins Flachland.

„Am Mittwoch ist die Wetterlage noch relativ entspannt, nur im Alpenraum schneit es munter“, erklärt Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net, in einem Video auf Youtube. „aber am Donnerstag kommt, wie schon vor Tagen angekündigt, ein Tief vorübergezogen, vom Norden über die Mitte bis in den Süden Deutschlands. Das bringt kräftige Schneefälle mit sich, vor allem in mittleren und höheren Lagen.“ Hier und da könnten es einige Flocken auch bis ganz nach unten schaffen, „am Freitagmorgen kann es also eine weiße Überraschung geben“, sagt Jung.

Warme Luftmassen schaffen es nicht bis nach Deutschland

Der Grund für die Kälte ist auf der aktuellen Wetterkarte zu sehen. Im Osten steht Tiefdruckgebiet Marius, im Nordwesten das große Hochdruckgebiet Margarethe. „Margarethe hält die warmen Tiefs vom Atlantik fern, sie kommen nicht bis zu uns, damit ist der Weg frei für die kalte Luft aus Osteuropa. Deshalb geht der Märzwinter bei uns munter weiter.“

In diesem Video erklärt Meteorologe Dominik Jung das aktuelle Wetter.

Video: Youtube

In den kommenden Tagen wird man das noch deutlicher spüren. „Schon am Donnerstagmorgen wird es stellenweise Frost gehen, Temperaturen zwischen null und minus fünf Grad. Aus dem Norden kommt dann das Tiefdruckgebiet, bringt kräftigen Regen mit, teilweise geht der Regen schon in Schneeregen und Schnee über“, erklärt Jung. Vor allem im Süden kann es dann am Abend kräftig schneien. „Über 200 Meter werden die Straßen richtig weiß und vermutlich glatt.“

Am Freitag geht es so weiter, Schnee bis in die tiefen Lagen sei möglich. „Am Samstag ist kalendarischer Frühlingsanfang, aber von warmer Frühlingsluft sind wir noch weit entfernt. Aus Osteuropa kommen die kältesten Luftmassen, die man zu dieser Jahreszeit erwarten kann. Der Kaltluftzustrom rauscht bis Spanien und auf die Balearen, sogar dort kann es kühl werden.“

In der Nacht zum Sonntag stürzt das Thermometer auf minus 15 Grad!

In der Nacht zum Sonnabend rechnet der Experte mit Temperaturen von bis zu minus zehn Grad am Alpenrand, von Sonnabend auf Sonntag könnten es sogar regional minus 15 Grad werden. „Aber auch sonst gibt es verbreitet Frost bei minus zwei bis minus sieben Grad. Der Winter hat uns also richtig fest im Griff.“

Aber: Das Intermezzo scheint nur von kurzer Dauer zu sein. „Am kommenden Mittwoch rutscht das Hoch langsam ein kleines bisschen näher an uns heran, die ganz kalten Luftmassen verschwinden“, sagt Jung. Am letzten Sonntag im März – da werden die Uhren von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt – sei Deutschland dann auch in den Höhen wieder frostfrei. Was bedeutet: In tiefen Lagen wird’s richtig warm! Richtig problematisch wird es dann wieder für alle, die unter Wetterfühligkeit leiden.

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„Es wird Temperaturen von 12 bis 15, teilweise 18 und 19 Grad geben. Das letzte Märzwochenende könnte richtig warm werden, der Frühling kann dann endlich durchstarten.“ Auch für Berlin gilt: In den nächsten Tagen bleibt es unterkühlt, aber in der nächsten Woche wird es dann immer wärmer, die ersten Berechnungen gehen auch hier von bis zu 20 Grad aus.