Warten auf Erleichterung vom Recycling-Müll  - hinter der Kurve geht die Autoschlange im Hegauer Weg noch weiter. Foto:  Lehrke

Die  Corona-Quarantäne führt zu Langeweile, und weil es so schön sonnig ist, kommen die Berliner zu Hauf auf die Idee des Frühjahrs-Großputzes, des Renovierens und des Entrümpelns. Dann wollen sie umweltbewusst sein und fahren Abfälle und Gerümpel zu einem der 15 Recyclinghöfe der BSR. Ehe sie dort ihre Sachen loswerden, brauchen sie jedoch Geduld. 

Gründonnerstag, gegen 9.30 Uhr, Zehlendorf. Über mehrere hundert Meter stehen Autos vor dem Recyclinghof Hegauer Weg, aus dem Hohentwielsteig reiht sich eine zweite Schlange ein. Über 50 Autos hatten schon vor Öffnung in der Sackgasse vor dem Hof gewartet, sagt ein Mitarbeiter, in der ersten Stunde kamen über 100 Kunden. Der Mann deutet an, dass sich nicht alle Kunden auf dem Hof an die Mindestabstände halten und manche auch sonst nicht recht rücksichtsvoll sind. Die BSR bittet auf ihrer Internetseite entsprechend um respektvollen Umgang mit ihren Leuten.

Auf dem Recyclinghof Hegauer Weg selbst ist die Lage entspannter, weil die BSR-Mitarbeiter nicht viele Autos gleichzeitig einlassen. Foto: Lehrke

BSR-Sprecherin Sabine Thümler erklärte dem KURIER, dass die Schlangen, die sich zur Zeit vor allen Recyclinghöfen bilden, mit deren eingeschränkter Nutzbarkeit zu tun haben: Es werden weniger Autos gleichzeitig eingelassen, damit sich die ausladenden Kunden nicht zu nahe kommen.   Die Menge des abgegebenen Abfalls sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur unwesentlich gestiegen.

Wegen der Corona-Seuche sind die Recyclinghöfe nur noch dienstags bis sonnabends von 8 bis 14 Uhr geöffnet, am Karfreitag ist ebenfalls geschlossen. Die Adressen aller Höfe finden sich hier.