Der BMW war so schnell, dass bei dem Aufprall die ganze Front zerquetscht wurde. Die vier Insassen wurden schwer verletzt.  Foto: Morris Pudwell

Der Motorblock des BMW ist ein zerrissenes Blechknäuel. Dank Knautschzone und Airbags haben die vier Insassen den Aufprall gerade noch überlebt. Umso mehr grenzt es an ein Wunder, dass die Retter zwei quietschfidele Hunde im Kofferraum finden. Es ist das Ende eines illegalen Rennens mitten in Berlin. 

Suff-Fahrt, Verfolgungsjagd, verbotenes Wettrennen: Das Verhalten einiger Autofahrer hat in der Nacht zu Montag folgenschweren Unfällen geführt. Allein in Steglitz sind fünf Menschen verletzt worden, weil eine betrunkene BMW-Fahrerin vor drei Freunden protzen wollte. Die 46-Jährige soll laut Zeugen mit überhöhter Geschwindigkeit über die Schildhornstraße in Richtung Gritznerstraße gerast sein. Angeblich soll sie sich ein Rennen mit mindestens einem anderen Autofahrer geliefert haben.

Die beiden Hunde saßen im Kofferraum des BMW. Einer von ihnen wurde leicht verletzt. Beide Tiere kamen vorsorglich in eine Tierklinik.  Foto: Morris Pudwell

Auf der Kreuzung an der Paulsenstraße fuhr sie fast ungebremst auf einen Lieferwagen auf, der durch die Wucht des Aufpralls 80 Meter weit über die Straße geschleudert wurde und erst auf dem Gehweg auf der anderen Straßenseite zum Stehen kam. Der BMW rutschte ebenfalls auf die Gegenfahrbahn und krachte gegen einen Laternenmast. Die BMW-Fahrerin und ihre drei Insassen wurden schwer verletzt. „Zwei Hunde, die sich im Kofferraum des BMW befanden und von denen einer verletzt wurde, wurden durch die Einsatzkräfte in eine Tierklinik gebracht“, erklärt ein Polizeisprecher. Auch der 37-jährige Transporter-Fahrer wurde leicht verletzt.

Gegen die BMW-Fahrerin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss, des Verdachtes eines verbotenen Autorennens und des Verkehrsunfalles mit fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. 

Endstation Baum: Ein betrunkener Fahrer (19) des Kombis lieferte sich von Neukölln bis Treptow eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Foto: Morris Pudwell 

Kurz zuvor lieferte sich ein 19-jähriger Autofahrer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Beamte einer Streife war in Neukölln die Fahrweise des jungen Mannes aufgefallen. „Er hatte kein Licht an, fuhr Schlangenlinien und polterte über den Bordstein“, erklärt ein Polizeisprecher. Als die Polizisten ihn stoppen wollten, bremste er kurz ab, gab dann aber Gas und flüchtete. Trotz Blaulicht und Martinshorn verloren ihn die Beamten kurzzeitig. Als sie ihn in Treptow wiederfanden, wartete er brav am Straßenrand. Er hatte an der Kreuzung Südostallee / Rixdorfer Straße die Kontrolle über sein Auto verloren war gegen einen Baum gekracht. Zu den Polizisten sagte er, er habe einen Filmriss und kann sich an nichts erinnern. Ein Atemalkoholtest ergab 2,4 Promille.

Nicht weit davon entfernt kam es zu dem Duell David gegen Goliath.  Ein mit Brot beladener Lkw krachte auf der Baumschulenbrücke in das Heck eines Renault Twingo. Die Fahrerin und der Beifahrer des Renault hatten Glück. Sie wurden von dem Koloss nur leicht verletzt.