"Cottbus hält Abstand" steht auf einem Schild im Fenster der Touristik-Information. Cottbus und der Landkreis Oder-Spree müssen die Beschränkungen wegen der gestiegenen Zahl der Neuinfektionen verschärfen. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Als erste Region in Brandenburg zählt die Stadt Cottbus zu den bundesweiten Corona-Risikogebieten mit mehr als 50 neuen Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche. Der Wert liege bei 57,2, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Wenn ein solcher Wert überschritten ist, gelten in mehreren Bundesländern besondere Beschränkungen, zum Beispiel - wie in Brandenburg - ein Beherbergungsverbot.

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Cottbus hat seit vergangenem Samstag den Grenzwert von 35 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche übertroffen. Damit sind dort schärfere Corona-Regeln für private Feiern und eine Maskenpflicht in Büros und Gaststätten in Kraft getreten, wenn man nicht am Platz ist. Nach dem Kreis Oder-Spree mit den Städten Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt gelten diese schärferen Regeln nun auch in der Prignitz (47,3). Die Stadt Cottbus war gut durch den ersten Höhepunkt der Infektionen vor einigen Monaten gekommen. Zuletzt gab es aber unter anderem mehrere Corona-Fälle am Carl-Thiem-Klinikum.

In ganz Brandenburg sollen künftig schärfere Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus gelten, unter anderem für private Feiern. Die Vereinbarungen von Bund und Ländern sollten übernommen werden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Dominik Lenz, in Potsdam. Bund und Länder beschlossen am Mittwoch, dass spätestens ab 35 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche nur bis zu 25 Menschen in öffentlichen Räumen und 15 zuhause privat feiern dürfen. Derzeit liegen die Grenzen ab dieser Schwelle bei 50 beziehungsweise 25 Menschen.

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Die Landesregierung will das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots erst einmal beibehalten. Dieses Übernachtungsverbot in Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen hatte scharfe Kritik ausgelöst. In Brandenburg warnte die Tourismusbranche vor wirtschaftlichen Folgen und hielt es für fragwürdig.