Franziska Giffey (SPD), die Regierende Bürgermeisterin, besuchte am Dienstag eine Intensivstation der Charite. Monika Skolimowska/dpa

Berlins neue Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey schließt einen Lockdown in der Hauptstadt nicht aus. „Unsere Aufgabe als Politik ist es, sehr, sehr kurzfristig zu reagieren auf die Situation, die sich verändert“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag nach dem Besuch einer Intensivstation der Charité in Berlin-Mitte.

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„Ich habe nach wie vor die Haltung, dass wir noch nicht - auch nach dem Gespräch heute - an dem Punkt für einen Lockdown sind“, sagte Giffey. „Aber das ist ein Vorerst, denn es ist klar, wenn die Situation sich verschärft, müssen wir reagieren.“

Seit Dienstag gelten in Berlin verschärfte Corona-Regeln

Giffey wies auf die verschärften Corona-Regeln hin, die seit Dienstag in Berlin gelten. „Wir werden uns sehr genau anschauen, was in den nächsten Tagen darüber hinaus notwendig ist“, so die Regierende Bürgermeisterin. Es gehe um eine Balance zwischen dem Aufrechterhalten des öffentlichen Lebens, dem Schutz der Bevölkerung, aber auch der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur.

Das Allerwichtigste sei, dass sowohl in den Krankenhäusern als auch bei der Polizei und bei der alltäglichen Versorgung der Bevölkerung das System aufrecht erhalten bleibe.

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Der Krankenstand in der Berliner Charité sei sehr gering. Das bestätigte auch deren Vorstandsvorsitzender, Heyo Kroemer. Im Bereich der Pflege liege der Krankenstand aktuell bei etwa sieben Prozent auf dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. „Bei den Ärztinnen und Ärzten waren die Zahlen noch deutlich niedriger“, sagte Kroemer und nannte Werte von drei bis vier Prozent.