Eine Demonstrantin kniet vor Polizisten nieder und redet sie auf sie ein. Foto: Eric Richard

Zwischen 150 und 200 Menschen haben am Montag an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain gegen die Maßnahmen der Politik demonstriert. Bei einer erneuten „Querdenken“-Demonstration vor dem Kino Kosmos zeigte sich die Polizei sehr kulant. Obwohl der Veranstalter nur 98 Teilnehmer angemeldet hatte, um die Maskenpflicht unter freiem Himmel zu umgehen, hatten sich etwa doppelt so viele Demonstranten versammelt. Nahezu alle Teilnehmer trugen keine Masken. Auflösen wollte die Polizei die Veranstaltung trotzdem nicht.

„Im Gegensatz zum Sonntag herrscht dort heute eine sehr friedliche Stimmung“, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Zeitung. Um 14 Uhr hatten sich die Demonstranten versammelt, um einigen Redebeiträgen zu lauschen. Einige der Teilnehmer marschierten in Schutzanzügen und Masken provokativ auf und ab. Sie trugen Schilder, auf denen stand unter anderem: „Nichts hinterfragen!“ oder „Seid gehorsam“. 

Teilnehmer der „Querdenken“-Demonstration machen sich über Menschen lustig, die sich brav an die Corona-Regeln halten. Foto: Eric Richard

Nach etwa Stunden bemerkten die Einsatzkräfte der Polizei, dass die angemeldete Teilnehmerzahl längst überschritten war. Daraufhin kam eine Einsatzhundertschaft als Verstärkung hinzu. Die Beamten suchten die Gespräche und forderten die Demonstranten auf, Abstand zu halten und Masken zu tragen.

Viele der Teilnehmer zeigten daraufhin ärztliche Atteste, die sie von der Maskenpflicht befreien würden, hieß es vor Ort. Gegenüber den Polizisten erklärten sie: „Masken tragen ist eine schwere Körperverletzung, die bis zum Tod führen kann“. Die Beamten nahmen die Identitäten der Maskenverweigerer auf und prüften die Atteste auf ihre Echtheit. Die Veranstaltung wurde bis 18 Uhr angemeldet.