Den Piks gibt’s sogar bei laufender Fahrt! dpa/Christoph Soeder (Archivbild)

Die S-Bahn macht Ernst: In einem fahrenden Zug wird ab Montag gegen das Coronavirus geimpft. Sicherheitsbedenken, wie sie die BVG geäußert hatte, teilt die S-Bahn nicht. Die Aktion richtet sich an bisher ungeimpfte Erwachsene. Verimpft wird der Impfstoff von Johnson & Johnson, der bislang nur einmal verabreicht wird, um eine vollständige Immunisierung gegen Corona zu erreichen. Anders als der Impfstoff von Biontech ist Johnson & Johnson bislang nicht für Minderjährige zugelassen, wie die S-Bahn in einer Mitteilung erklärt.

Das Impfpersonal fährt in einem Sonderzug auf der Linie S42 der Ringbahn-Strecke, die entgegen dem Uhrzeigersinn fährt. Los geht’s um 10.38 Uhr am Treptower Park. Geplantes Ende ist um 13.33 Uhr am Bahnhof Neukölln. Impfwillige können an jeder Ringstation zusteigen.

Impfung auch bei laufender Fahrt

Zur Teilnahme an der Impf-Aktion in der Berliner S-Bahn hat die Deutsche Bahn ein Registrierungs-Portal eingerichtet, wo Interessierte ihre persönlichen Daten eingeben können. Wer will, kann jedoch auch spontan in den Impf-Sonderzug einsteigen. Eine Fahrkarte sei dafür nicht nötig, so die S-Bahn. Passagiere sollten dafür in den vorderen Teil des Zugs einsteigen.

Bemerkenswert: Nicht nur beim Halten wird geimpft, sondern auch „während gleichmäßiger Fahrt“, heißt es wörtlich. Arzt und Sanitäter halten die Impflinge nach dem Piks noch etwa 15 Minuten unter Beobachtung, um auf mögliche Impfreaktionen zu reagieren. Anschließend können die Geimpften mit einem gelben Impfausweis oder einer Bescheinigung den Zug verlassen.

Sollte die Aktion sehr erfolgreich verlaufen, könnten allerdings einige Interessenten auch leer ausgehen: Denn nur maximal 100 Impfdosen können während der Aktion verimpft werden.