SEK-Beamte gehen an der Blissesraße in Wilmersdorf in Stellung.  Foto:  Morris Pudwell

Überfall bei Dienstbeginn! Zwei bewaffnete Räuber haben am Dienstagmorgen eine Mitarbeiterin der Commerzbank-Filiale in Wilmersdorf vor dem Tresorraum überrascht. Ermittler rätseln nun, wie die Täter in die Bank kamen. Denn die Eingangstür war verschlossen. 

Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, hatten die maskierten Eindringlinge gegen 7.20 Uhr die Alarmanlange ausgelöst. Einsatzkräfte waren wenige Minuten später am Tatort. Doch von den Tätern fehlte jede Spur. Zeugen berichteten, dass sie aus der Bank geflüchtet waren und sich möglicherweise in dem Gebäude versteckten. Daraufhin durchsuchten Beamte eines Spezialeinsatzkommandos jeden Raum des mehrstöckigen Hauses.

Nach Angaben der Polizei trugen die beiden Männer schwarze Skimasken. Laut ersten Erkenntnissen sollen sie die Bankangestellte im Tresorraum mit einer Pistole bedroht und Geld gefordert haben. Unklar war zunächst, ob sie auch Beute machten.

Da die Polizei nicht ausschließen konnte, dass sich die Täter noch in dem Haus aufhalten, wurden alle Ausgänge blockiert und der Tatort weiträumig abgesperrt. Schwer bewaffnete SEK-Beamte untersuchten jeden Raum und jeden Winkel des Hauses, hieß es. Es kam aufgrund des Einsatzes in dem Bereich zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Gegen 10.30Uhr wurden die Absperrungen aufgehoben. Das SEK konnte keine Verdächtigen aufspüren, sie waren laut Polizei bereits geflüchtet.

Die Polizei versucht nun herauszufinden, wie sich die Räuber Zugang zu der Bank verschafften. „Die Kollegen machen Fotos. Die Untersuchungen laufen noch“, erklärte ein Polizeisprecher. Ermittler befragen zudem Zeugen, um genauere Personenbeschreibungen von den Tätern zu erhalten.

Vor der Bank war es im Sommer 2020 bereits zu einem Überfall auf einem Geldtransporter gekommen. Die Täten konnten damals mit einer Geldkassette flüchten.