In der übernächsten Woche könnten chronisch Kranke zwischen 65 und 70 Jahren von der KV Berlin zur Impfung eingeladen werden. Foto: POOL AP/AP/Michael Sohn/

Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Senatsgesundheitsverwaltung wollen verhindern, dass Arztpraxen mit der Ausstellung von Attesten überlastet werden: Chronisch Kranke zwischen 65 und 70 Jahren müssen nicht zum Arzt gehen, um sich für eine vorgezogene Impfung ein Attest abzuholen. Stattdessen wird die KV Berlin im Auftrag des Senats die Impfeinladungen dieser Patientengruppe übernehmen.

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Die KV Berlin wird auf der Grundlage von Abrechnungsdaten diejenigen Patienten mit chronischen Krankheiten anschreiben, die in Paragraf 3 der Impfverordnung aufgeführt sind. Dies betrifft zum Beispiel Menschen mit hämatologischen Erkrankungen (also des Bluts) oder schweren chronischen Lungen-, Leber- und Nierenerkrankungen. Das sind in Berlin in der Altersgruppe rund 60.000 Menschen.

Die KV Berlin will die Vorbereitungen für die Impfeinladungen noch in dieser Woche treffen und geht davon aus, dass die Patientengruppe von Ende kommender Woche an ihre Einladungsschreiben mit einem Terminbuchungscode erhält.

Die Abrechnungsdaten sind das alleinige entscheidende Kriterium für die Impfeinladungen. Senat und KV weisen deshalb darauf hin, dass Anfragen bei der jeweiligen Arztpraxis sinnlos sind.