Die U6 ist derzeit unterbrochen.
Die U6 ist derzeit unterbrochen. Imago/Rüdiger Wölk

Komplettes Chaos auf einer der wichtigsten Berliner U-Bahnen mitten im Berufsverkehr. Wegen einer Stellwerksstörung war die U6 zwischen den Bahnhöfen Wedding und Stadtmitte seit heute Morgen 8.10 Uhr unterbrochen. Erst kurz vor 18 Uhr kam die Entwarnung. 

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Grund für den Stillstand auf einer der wichtigsten U-Bahnlinien Berlins war ein schadhaftes Signalkabel im Bahnhof Friedrichstraße, wie ein BVG-Sprecher mitteilt. „Die Reparatur des beschädigten Signalkabels am U-Bahnhof Friedrichstraße dauert leider länger als zunächst angenommen“, so BVG-Pressesprecher Markus Falkner am Nachmittag. Der Austausch war dann erst um kurz vor 18 Uhr abgeschlossen, viel länger als zunächst geplant.

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Zunächst fielen die Fahrten zwischen Wedding und dem U-Bahnhof Unter den Linden aus. Später fuhren die Züge nur noch bis Stadtmitte aus dem Süden und Wedding aus dem Norden regelmäßig.

BVG richtet Ersatzverkehr auf U6 zwischen Stadtmitte und Wedding ein

Zwischen Stadtmitte und Wedding gab es zwischenzeitlich einen Ersatzverkehr. „Der ist eingerichtet“, so BVG-Sprecher Falkner. Zwischen Unter den Linden und Wedding verkehrte zusätzlich ein Pendelverkehr im 20-Minuten-Takt.

Entgegen erster Prognosen dauerten die Wartungsarbeiten bis zum Abend andauern, wie die BVG am Mittwochnachmittag mitteilte, nachdem man zunächst davon ausgegangen war, den Schaden an der U6 bis zum frühen Nachmittag beheben zu können.

Umsteigealternativen kaum vorhanden

Fahrgäste, die von Nord nach Süd oder Süd nach Nord müssen haben derzeit zudem kaum eine Umsteigemöglichkeit. Denn die S-Bahnlinien S1, S2, S25 und S26 sind derzeit wegen Bauarbeiten am Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn bis Ende Januar unterbrochen. Auch hier gibt es zwar einen Ersatzverkehr, dennoch dauert es auch auf dieser Strecke länger. 

Ab Stadtmitte konnten Fahrgäste zwar auf die U2 umsteigen. Die verkehrt jedoch zwischen Klosterstraße und Senefelder Platz auch nur im Pendelverkehr. Ein Umstieg auf die U8 wird dadurch ebenfalls erschwert. Grund hierfür ist der Tunnel am Alexanderplatz, der sich auf der Linie der U2 abzusenken droht. Möglicherweise muss der Abschnitt sogar komplett neugebaut werden.