Die BVG will angesichts der Zunahme von Homeoffice neue Tarifangebote für Bus und U-Bahn schaffen. Foto: imago images/Rüdiger Wölk

Die BVG will angesichts der Zunahme von Homeoffice neue Tarifangebote für Bus und U-Bahn schaffen. Wenn Menschen nur noch drei Tage in der Woche ins Büro gingen, brauche man darauf zugeschnittene Tarifmodelle, sagte die Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Elke Kreienkamp, der Berliner Morgenpost.

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Die BVG sei dabei, mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) Gespräche zu führen, wie solche Tarife aussehen könnten. Vorstellbar seien sogenannte „Best-Buy“-Möglichkeiten, bei denen der günstigste Preis je nach Nutzung abgerechnet wird. Auch aufladbare Karten seien denkbar. „Das ist noch in den Kinderschuhen, aber da müssen wir hin“, sagte Kreienkamp.

Die BVG-Chefin, die seit Oktober 2020 im Amt ist, sagte, die Pandemie habe das landeseigene Unternehmen massiv getroffen. Das Fahrgastaufkommen liege bei 50 bis 60 Prozent der normalen Nutzung. Man rechne mit 190 Millionen Euro an Einnahmeverlusten. Dies werde durch 160 Millionen Euro aus dem Rettungsschirm des Bundes und dem Land abgefedert. Die BVG steuere über Einsparungen bei Einstellungen und Investitionen weitere 30 Millionen Euro bei.