Ab Montag können Fahrgäste in BVG-Bussen wieder vorn einsteigen. Foto: imago/Stefan Zeitz

Wer in Berlin während der Corona-Zeit in einen Bus stieg, der durfte nur hinten einsteigen – es war wohl eine der einschneidendsten Regelungen im Berliner Nahverkehr. Doch damit ist nun Schluss: Ab kommendem Montag sollen sich auch die vorderen Türen der Busse wieder öffnen, teilt die BVG jetzt mit. Gleichzeitig startet ein Pilotversuch zum kontaktlosen Kaufen von Tickets. KURIER verrät, was Fahrgäste jetzt wissen müssen.

Die Zeit der Trennscheiben in Bussen ist ab Montag vorbei

Flatterbänder oder Trennscheiben dominierten in den vergangenen anderthalb Jahren das Bild in den Bussen – der Vordereinstieg war nicht möglich. Doch damit ist nun Schluss. „Messungen am Fahrerarbeitsplatz der verschiedenen Bustypen hatten in den vergangenen Wochen keine erhöhte Aerosolkonzentration in der Luft festgestellt“, heißt es nun in einer Mitteilung. „Nach der Auswertung der Ergebnisse verständigten sich der Vorstand und die Personalvertretungen der BVG in dieser Woche darauf, den Vordereinstieg und Ticketverkauf wieder zu ermöglichen.“

Laut Lothar Stephan, dem Vorsitzenden des BVG-Personalrats, stehe die Gesundheit der Fahrerinnen und Fahrer an erster Stelle. Zugleich seien die Messungen wichtig gewesen, um einen Schritt in Richtung Normalität zu gehen. „Ich freue mich über dieses wichtige Signal an Berlin und an unsere Fahrgäste gleich dreifach“, sagt die BVG. Vorstandsvorsitzende Eva Kreienkamp.

Tickets werden in BVG-Bussen nur noch kontaktlos verkauft

„Wir öffnen alle Türen und durchlüften unsere Fahrzeuge damit noch stärker. Unsere Fahrgäste können sich wieder besser im Bus verteilen. Und mit dem kontaktlosen Ticketverkauf testen wir ein modernes Bezahlsystem und gehen damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft.“

Gleichzeitig können Tickets nur noch kontaktlos erworben werden – bezahlt wird mit EC-Karte, Kreditkarte oder dem Smartphone mit Technologien wie Apple- und Google-Pay. Zudem plane die BVG die Einführung einer Guthabenkarte, die aufgeladen und zur Bezahlung genutzt werden kann. Dann könne der Ticketverkauf auch wesentlich schneller vonstatten gehen, heißt es – eine Zeitersparnis wäre die Folge.