Die vier gebogenen Linien neben dem Namen der Kreditkartenfirma zeigen, dass die Karte für das kontaktlose Zahlen geeignet ist. imago/teutopress

Was in Geschäften oder funktioniert, soll von Montag an auch in den Bussen der BVG klappen: Der Fahrschein-Kauf mit einer Girokarte, einer Kreditkarte, mit Apple- oder Google-Pay. Damit findet die Zeit seit März 2020 ein Ende, in der man im Bus keinen Fahrschein erwerben konnte. Bargeld wird jedoch weiterhin nicht angenommen.

Wegen Corona war der Kontakt zwischen Fahrern und Passagieren für den Ticketkauf unterbunden worden, weil die Befürchtung bestand, dass sich Chauffeure und Fahrgäste gegenseitig anstecken. Die vorderen Türen blieben geschlossen, mit Plastikplanen wurden die Fahrerkabinen provisorisch abgeschirmt.

Mittlerweile sind die Fahrerplätze in rund 1400 Bussen für 2,1 Millionen Euro mit Trennscheiben abgeschirmt, laut BVG haben Messungen ergeben, dass sie potenziell virenbelastete Aerosole abhalten.

Jetzt werden die vorderen Türen wieder geöffnet. Wer einen Fahrschein benötigt, muss eine technisch dafür geeignete Karte oder sein Smartphone vor ein Lesegerät halten, und der Betrag wird abgebucht. Erkennbar ist das Vorhandensein der möglichen „Nahfeldkommunikation“ (NFC) am Symbol vier gebogener Linien.

Wer eine Zeitkarte oder bereits einen Fahrschein hat, darf weiterhin die hinteren Türen der Busse zum Einsteigen nutzen. Alle Fahrgäste müssen auch weiterhin eine FFP2-Maske tragen.

Bislang ist das bargeldlose Zahlen, das die BVG noch mit einer Guthabenkarte ergänzen will, die man selber auflädt, ein sogenannter Pilotversuch. Eine endgültige Genehmigung muss die Senatsverwaltung für Verkehr als „Tarifgenehmigungsbehörde“ noch erteilen.