Bundespolizisten stehen vor der Abfahrt eines ICE an einem Gleis im Kieler Hauptbahnhof. In den Zügen der Deutschen Bahn wird die Mund-Nase-Bedeckungspflicht sowie die 3G-Regel kontrolliert. dpa/Axel Heimken

Es wird immer ungemütlicher für alle Ungimpften in der Corona-Pandemie. Denn immer mehr Bereiche des täglichen Lebens werden eingeschränkt, wenn man sich nicht wenigstens täglich testen lässt. Seit Mittwoch gilt deutschlandweit die sogenannte 3G-Regel am Arbeitsplatz und im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Geimpft, genesen oder getestet lautet der Zugangscode! Und wer sich nicht dran hält, dem droht jetzt eine Hammer-Strafe.

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Fakt ist: Wer sich im Job nicht an die neue 3G-Regel hält, dem drohen Lohneinbußen und im schlimmsten Fall sogar die Kündigung. Und auch für diejenigen, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, gibt es keine Alternative mehr.

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Bußgeld-Hammer für 3G-Verweigerer beim Bahnfahren

Wer sich nicht piksen lässt oder in den vergangenen sechs Monaten bereits Corona hatte, muss täglich zum Test, wenn er Bus oder Bahn fahren will. Die Abstrichnahme darf bei Schnelltests grundsätzlich nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. PCR-Tests sind für 48 Stunden gültig, sind aber teuer und müssen immer selbst finanziert werden, wenn man keine Symptome hat oder enge Kontaktperson eines Infizierten war (und dann ist man eh in Quarantäne).

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Sich nicht daran zu halten, ist keine Option. Denn die Bußgelder, die drohen, sind empfindlich. 2500 Euro müssen 3G-Muffel blechen!

Bundespolizisten kontrollieren die Einhaltung der Corona-Regeln. dpa

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Grund ist die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes (IfsG) durch die Ampel-Koalition. Dort heißt es in Paragraf 73, Absatz 2: „Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zweitausendfünfhundert Euro“ geahndet werden. Dem Beförderungs-Unternehmen, wenn es nicht ständig kontrolliert, droht eine Geldbuße „bis zu fünfundzwanzigtausend Euro“.

Kein Wunder, dass verstärkte Kontrollen drohen. Kontrolliert wird aber nur während der Fahrt und nicht etwa beim Einstieg. Die 3G-Regel gelte nur für die Züge, nicht für Bahnhöfe und Bahnsteige. Wer im Zug keinen Nachweis vorweist, muss am nächsten Halt aussteigen. Dort können die Kontrolleure auch die Bundespolizei um Unterstützung bitten. „Allein im Fernverkehr sind in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regeln Kontrollen auf 400 Verbindungen geplant“, teilte die Bahn weiter mit.

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2500 Euro Strafe drohen, wer sich nicht an 3G-Regel hält

Und dann kostet ein Verstoß 2500 Euro? Das ist für die meisten Menschen deutlich mehr als ein ganzes Monatsgehalt. Wie kann das sein, Herr Bundesverkehrsminister? Andreas Scheuer (CSU) bestätigte die entsprechende Passage und erklärt gegenüber der Bild-Zeitung: „Jeder weiß: Ich bin gegen die 3G-Regelung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Fragen Sie doch die Ampelmänner Scholz, Lindner und Habeck. Die wissen es doch sicher, wie man die Fahrgäste mit bis zu 2500 Euro bestraft.“