Berliner Hundebesitzer finden das Hunderegister zum Heulen. imago/Nailia Schwarz

Berlins Hundehalter wissen offenbar nicht, was das Berliner Hundegesetz für sie bedeutet, oder sie wollen es nicht lieber wissen, weil es Kosten verursacht: Jedenfalls haben erst rund 21.000 ihren Hund im Hunderegister angemeldet. Nach den Daten der Finanzämter müssten es sechs Mal so viele sein.

Das Hunderegister soll ganz viel leisten

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Zweck des gebührenpflichtigen Registers ist es laut Senat, einen möglichst vollständigen Überblick über alle Berliner Hunde, ihre Verteilung auf die Bezirke, ihre Rassen und auch über Auffälligkeiten im Verhalten zu erlangen. Darauf aufbauend könne man über den Bedarf an Auslaufgebieten entscheiden, oder besser gegen „Beißvorfälle“ schützen. Das Register diene auch der Identifizierung von herrenlosen Tieren.

Die Übergangsregelung für alle, die sich vor 2022 einen Hund zugelegt hatten, läuft nach sechs Monaten Ende Juni aus. Der Senat ruft daher alle säumigen Hundehalter auf, die Registrierung bis Ende Juni 2022 nachzuholen.   Eine Nichtanmeldung sei eine Ordnungswidrigkeit und könne eine Geldbuße nach sich ziehen. Das können mehrere tausend Euro sein.

Viele Hunde-Daten liegen beim Finanzamt, aber der  Datenschutz ...

Die ganze  Regelung war von Anfang an umstritten, weil sie die Hundehalter teuer kommt und der Datenschutz Hürden aufbaute. Eine Übernahme der Halterdaten vom Finanzamt, das die Hundesteuer einzieht, sei nicht möglich. Deshalb habe man ein eigenes Hunderegister aufbauen müssen.

Die Anmeldung im Hunderegister ist online unter https://hunderegister.berlin.de/ möglich und kostet dann 17,50 Euro. Per Telefon (0441-36177990 über die Firma „GovConnect“) oder per Post (das Formular gibt es auf der Webseite) kostet sie 26.50 Euro.

Mehr Informationen dazu gibt es hier: https://hunderegister.berlin.de/faq/