Mittwoch erwartet Deutschland den bisher heißesten Tag des Jahres 2021. wetter.net

Von den Unwettern der vergangenen Tage haben viele in Berlin und Brandenburg überhaupt nichts mitbekommen. Ein paar Wolken, doch in der Hauptstadt fiel nicht ein Tropfen, während es andernorts wie aus Eimern schüttete. Die Temperaturen drehen am Freitag noch mal voll auf und testen in unserer Region bereits die 30-Grad-Marke an. Doch dann greift vom Nordwesten her eine Kaltfront an.

Nein, keine Angst vor Schnee und Frost, das Thema „Schafskälte“ ist für dieses Jahr abgehakt. Die Temperaturen gehen am Wochenende aber deutlich zurück. Nach einer milden Nacht mit Tiefstwerten zwischen 14 und 17 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonnabend zunächst zeitweise südwärts wandernde Schauer. Ab Mittag wird es vom Norden her heiter. Die Temperaturen erreichen höchstens 20 bis 24 Grad, sehr angenehme Frühlingstemperaturen also. Weniger angenehm: Vom Nordwesten her zieht ein frischer Wind auf, der böig aufdrehen kann.

Abkühlung bis zu sieben Grad in der Nacht zu Sonntag

Recht frisch die Nacht zu Sonntag: nur noch einstellige Werte im Umland, bis zu elf Grad in Berlin. Da sollten also Pulli und Jacke im Biergarten nicht fehlen. Noch einen Schritt tiefer sacken die Höchstwerte am Sonntag ab: Laut DWD reicht es für maximal 20 Grad bei vielen Wolken, die sich aber ab Mittag auflösen. Der Wind flaut deutlich ab. Die Nacht wird aber frisch mit minimal sieben Grad im Umland und gerade noch zehn Grad in der Hauptstadt.

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Am Wochenende zieht kühlere Luft aus dem Nordwesten heran, doch Sonnenhoch „Xenia“ bleibt uns erhalten.

Doch die Hitze meldet sich fulminant zurück am Montag: Die Werte schießen wieder in die Höhe, zunächst auf Werte um die 26 Grad, und dann geht es nochmals steil nach oben. Wetterexperte Dominik Jung: „Montag bis Donnerstag knacken wir dann in Deutschland täglich die 30-Grad-Marke.“ Der Mittwoch, so Dominik Jung, wird der bisher heißeste Tag des Jahres: Bis bis zu 35 Grad sind drin. Die heißesten Werte erwartet der Wetterexperte im Westen, aber auch im Osten sind schweißtreibende 33 Grad zu erwarten. Einzelne Wettermodelle halten in Berlin auch noch höhere Temperaturen für möglich.

Aber so, wie es derzeit aussieht, könnte die Hitzewelle bereits am Donnerstag an uns vorbeigerauscht sein: Die Temperaturen gehen laut Dominik Jung im Westen wohl wieder etwas zurück, sicher sei das aber noch nicht. Wie es auch kommt, der Diplom-Meteorologe geht davon aus, dass der Juni insgesamt viel zu warm werden wird: „Nach dem ersten Drittel liegen die Temperaturen rund 3,7 Grad über dem Klimamittel.“ Niederschläge sind vielerorts dagegen ausgeblieben, die Zeichen für einen neuen Dürremonat häufen sich.

Die Abkühlung ab Donnerstag kündigt sich im Westen Deutschlands voraussichtlich mit Schauern und Gewittern an. Ob wir davon im Osten überhaupt etwas mitbekommen, ist mehr als unsicher: Selbst im Westen, so Dominik Jung, könnte die Hitze noch mal in die Verlängerung gehen, das müsse man erst noch einmal abwarten.